Neue IBAN-Prüfung bei Überweisungen sorgt für Chaos in der Bankenbranche
Neue IBAN-Prüfung bei Überweisungen sorgt für Chaos in der Bankenbranche
Teaser: Seit zwei Monaten prüfen Banken vor Überweisungen den Namen des Empfängers. Was eigentlich die Sicherheit erhöhen sollte, sorgt auch für Probleme.
Banken in der Eurozone vergleichen seit zwei Monaten bei Überweisungen den Namen des Empfängers mit der hinterlegten IBAN. Die vor zwei Monaten eingeführte Regel soll Betrug und Fehlzahlungen verhindern. Bis zum Sommer 2027 wird dieses System auf alle EU-Länder ausgeweitet.
Schon 2023 hatte der Europäische Zahlungsverkehrsrat (EPC) die Namensprüfung für Überweisungen empfohlen, um die Sicherheit zu verbessern. Im neuen System gleicht die Bank den eingegebenen Namen mit dem zur IBAN hinterlegten ab, bevor eine Zahlung bearbeitet wird. Dies gilt jedoch nur für Überweisungen zwischen Girokonten, nicht für Spar- oder Tagesgeldkonten.
Da exakte Namensübereinstimmungen selten sind, kommt es häufig zu Warnungen bei „ähnlichen“ oder „nahezu passenden“ Namen. Die Banken wenden die Korrekturregeln unterschiedlich an – manche monieren bereits kleine Abweichungen, andere bearbeiten die Überweisung trotzdem. Besonders Unternehmen und Behörden haben oft Probleme, weil die Namensregistrierungen uneinheitlich sind.
Der EPC rät den Banken, keine zusätzlichen Informationen weiterzugeben, die über die vom Absender gemachten Angaben hinausgehen – allerdings sind diese Richtlinien nicht rechtlich bindend. Verbraucher, die Warnungen erhalten, sollten die IBAN noch einmal überprüfen oder die Angaben direkt beim Empfänger bestätigen.
Das System soll Betrug verhindern, indem sichergestellt wird, dass Name und IBAN vor der Ausführung der Überweisung übereinstimmen. Zwar ist die Prüfung bei Girokonto-Zahlungen verpflichtend, doch ihre Wirksamkeit hängt davon ab, wie streng die Banken die Regeln anwenden. Die vollständige EU-weite Einführung ist bis Mitte 2027 geplant.
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