03 April 2026, 12:23

Moerser Tafel droht Schließung: 2.000 Bedürftige in Not ohne neue Räume

Plakat für den American Rescue Plan, das Text zeigt, dass es die Kinderarmut in der Hälfte reduzieren würde und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Moerser Tafel droht Schließung: 2.000 Bedürftige in Not ohne neue Räume

Tafel in Moers steht vor existenzbedrohender Herausforderung: Dringend neue Räumlichkeiten gesucht

Die Moerser Tafel kämpft um ihr Überleben, da sie dringend neue Räumlichkeiten benötigt. Sollte kein geeigneter Standort gefunden werden, droht die Schließung der Einrichtung – mit gravierenden Folgen für rund 2.000 bedürftige Menschen, die auf die Unterstützung angewiesen sind. Rainer Hellfeier, Sprecher der Tafel, appelliert an die Bevölkerung, sich einzubringen, bevor die Situation eskaliert.

Die aktuellen Räume in der Wittfeldstraße 49 erfüllen alle Anforderungen für den Betrieb einer Tafel: Die Erdgeschossfläche verfügt über eine Deckhöhe von über drei Metern, einen Kühlraum und ausreichend Stauraum. Zudem gibt es separate Wartebereiche sowie eine gute Zufahrt für Lieferungen und Abholungen. Die Miete für die 400 Quadratmeter große Fläche betrug bisher nur 800 Euro im Monat.

Zweimal wöchentlich, mittwochs und freitags, findet die Ausgabe statt – mit Warteschlangen von 150 bis 200 Menschen. Gegen einen kleinen Kostenbeitrag erhalten sie lebensnotwendige Lebensmittel. Die Moerser Tafel versorgt etwa 600 Haushalte – insgesamt rund 2.000 Personen – in der Stadt und der Umgebung.

Die Einrichtung fungiert zudem als zentraler Knotenpunkt für benachbarte Tafeln in Duisburg, Goch und Kalkar. Ein gemeinsames digitales "Marktplatz"-System ermöglicht die Koordination von Lebensmittelspenden zwischen den Standorten. Ein Wegfall der Moerser Tafel würde dieses Netzwerk an der Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein schwer beeinträchtigen.

Bisher gibt es nur eine Alternative: eine Einheit im Wallcenter, mitten in der Innenstadt. Doch allein die Nebenkosten belaufen sich hier auf 1.100 Euro – und es fehlen ausreichend Parkplätze sowie eine praktikable Anlieferungsmöglichkeit. Die drei Hauptverantwortlichen der Tafel betonen: Ein Stillstand der Arbeit komme unter keinen Umständen infrage, unabhängig von der Lösung.

Eine Schließung würde eine massive Versorgungslücke für Bedürftige in Moers und der gesamten Region hinterlassen. Während das Team weiter nach einer tragfähigen Lösung sucht, ruft es die Öffentlichkeit um Unterstützung. Ohne Hilfe könnten Hunderten Haushalten bald noch größere Schwierigkeiten drohen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen.

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