17 March 2026, 02:14

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Ein rotes und weißes Kissen mit der Aufschrift "Gerechtigkeit für Belarus" auf einem weißen Hintergrund.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikawa ist am Samstag in Aachen offiziell mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung, die vier Jahre nach ihrer Inhaftierung erfolgte, würdigt ihren Einsatz für die Demokratie in Belarus. Inzwischen in Deutschland lebend, sprach sie offen über die Auszeichnung und ihre fortlaufende Arbeit.

Kalesnikawa erfuhr von der Verleihung noch während ihrer Haft in Belarus. Die Nachricht war für sie ein kraftvolles Zeichen europäischer Solidarität in ihrer Gefangenschaft. Später beschrieb sie diesen Moment als zutiefst bewegend – feiern konnte sie ihre Auszeichnung jedoch erst nach ihrer Freilassung.

Der Preis des Jahres 2022 wurde mit zwei Mitstreiterinnen geteilt: Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo. Alle drei wurden für ihren Widerstand gegen das Regime von Alexander Lukaschenko geehrt. Seither führt Zichanouskaja aus dem Exil den Vereinigten Übergangsrat und den Koordinationsrat an, um internationale Unterstützung für die belarussische Demokratie zu koordinieren. Zepkalo treibt unterdessen Initiativen wie den Vereinigten Übergangsrat voran, um demokratische Reformen zu fördern.

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Im Gespräch betonte Kalesnikawa zwar ihre Dankbarkeit für die Auszeichnung, lenkte die Aufmerksamkeit jedoch schnell auf diejenigen, die noch immer in Belarus inhaftiert sind. Sie forderte die europäischen Regierungen zu anhaltender Unterstützung auf und machte deutlich, dass der Kampf für die Demokratie noch lange nicht vorbei ist. Zudem lobte die Aktivistin Aachen für seine reiche Geschichte und seine Rolle bei der Stärkung der europäischen Einheit.

Kalesnikawa genießt zwar heute ihre Freiheit, bleibt ihrem Anliegen aber unvermindert verbunden. Der Karlspreis hat ihre Bemühungen in den Fokus gerückt, doch sie setzt sich weiterhin für stärkeres internationales Handeln ein. Gemeinsam mit Zichanouskaja und Zepkalo hält sie den Kampf für ein demokratisches Belarus am Leben.

Quelle