Luxuswagen in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel und Parkverstoß führen zu Ermittlungen
Sebastian SchulteLuxuswagen in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel und Parkverstoß führen zu Ermittlungen
Luxuswagen in Witten beschlagnahmt: Extrem laute Motorengeräusche und Parkverstoß
In Witten haben Beamte einen Hochleistungswagen sichergestellt, nachdem dieser durch extreme Lärmbelästigung aufgefallen war. Das Fahrzeug stand zudem unerlaubt in der Holbeinstraße und blockierte die Zufahrt zu einer Wendeanlage. Gegen den Halter wurden nun verwaltungsrechtliche Verfahren wegen mehrerer Verstöße eingeleitet.
Auslöser war der auffällig laute Motor des Wagens, dessen Geräuschpegel die gesetzlichen Grenzwerte bei Weitem überschritt. Messungen ergaben 109 Dezibel – deutlich über den erlaubten 82 dB. Der Besitzer begründete die Lärmentwicklung mit dem Biturbo-Motor des Fahrzeugs.
Die Polizei vermutet jedoch, dass die Motorsteuerung mit optimierter Software manipuliert wurde. Eine solche Veränderung würde die Betriebserlaubnis des Wagens erlöschen lassen. In der Folge wurde das Fahrzeug beschlagnahmt. Dem Halter drohen nun Strafen wegen der Lärmbelästigung sowie des falschen Parkens.
Der Fall zeigt die anhaltenden Probleme mit Hochleistungsmotoren auf. Fortschritte in der Turbotechnologie, etwa durch E-Turbolader oder variable Turbinengeometrien, steigern zwar die Leistung, werfen aber auch Fragen zu Lärmemissionen und Einhaltung der Vorschriften auf. Bisher gibt es in anderen deutschen Städten jedoch keine angepassten Lärmgrenzwerte für solche Fahrzeuge.
Der Wagen bleibt vorerst beschlagnahmt, während die Ermittlungen laufen. Der Besitzer muss sowohl den Lärmverstoß als auch den Verdacht der Motor-Software-Manipulation klären. Über weitere Sanktionen wird nach Abschluss der Untersuchungen entschieden.






