Kriminalitätsrückgang im Rhein-Kreis Neuss – doch Diebstahl bleibt Problem Nr. 1
Sebastian SchulteKriminalitätsrückgang im Rhein-Kreis Neuss – doch Diebstahl bleibt Problem Nr. 1
Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss ging 2025 leicht zurück
Im Rhein-Kreis Neuss sank die Kriminalität im Jahr 2025 leicht, mit weniger Straftaten als im Vorjahr. Der Kreis verzeichnete 28.790 Fälle – ein Rückgang gegenüber 30.954 im Jahr 2024. Mehr als die Hälfte der Delikte wurde aufgeklärt, sodass die Aufklärungsquote stabil bei 53,7 Prozent blieb – entsprechend dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.
Diebstahl blieb die häufigste Straftat im Kreis und machte 40,2 Prozent aller registrierten Fälle aus. Allerdings wurden nur 24,8 Prozent der Diebstahlsdelikte gelöst. In Meerbusch zeigte sich ein ähnliches Bild: Hier entfiel fast ein Drittel (39,5 Prozent) der gemeldeten Straftaten auf Diebstahl.
Im gesamten Kreisgebiet gab es 2025 insgesamt 17 Tötungsdelikte, darunter elf versuchte Morde. Die Ermittler klärten 70,6 Prozent dieser Fälle auf. Für die Bearbeitung schwerer Straftaten wurden Sonderkommissionen eingesetzt, die zu Festnahmen und Durchsuchungsbefehlen führten.
In Meerbusch ging die Gesamtzahl der Straftaten um 7,7 Prozent auf 2.376 Fälle zurück. Während Nötigung und Ladendiebstahl zunahmen, sanken Betrug und Fahrraddiebstahl. Die Aufklärungsquote der Stadt blieb mit 44,5 Prozent nahezu unverändert.
Insgesamt verringerte sich die Kriminalitätsrate im Rhein-Kreis Neuss 2025, wobei Diebstahl weiterhin die häufigste Straftat blieb. Bei der Aufklärung schwerer Delikte, darunter Tötungsverbrechen, verzeichneten die Behörden eine hohe Erfolgsquote. Zur Bewältigung komplexer Fälle setzen die Ermittler weiterhin auf spezialisierte Teams.