Kleinbauern fordern mehr Klimagelder für widerstandsfähige Ernährungssysteme
Paul MaierKleinbauern fordern mehr Klimagelder für widerstandsfähige Ernährungssysteme
Bauernvertreter aus aller Welt trafen sich bei den Tagungen der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention in Bonn. Sie vertreten 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und forderten einen besseren Zugang zu Klimafinanzierungen. Ihr Ziel: widerstandsfähigere Ernährungssysteme aufbauen und Klimaziele erreichen.
Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien. Doch nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen fließen direkt an sie. Diese Lücke macht viele anfällig für Klimafolgen und steigende Produktionskosten.
Auf der SB64 sprachen Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota über die Herausforderungen von Familienbetrieben. Sie wiesen auf Bedrohungen wie El Niño hin, das Niederschläge durcheinanderbringt und Ernten, Viehbestände, Fischerei sowie Infrastruktur schädigt. Das Bündnis Family Farmers for Climate Action schlug einen Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern vor, um Gelder direkt an Bauernorganisationen zu lenken.
Die Forest and Farm Facility fördert bereits lokal geführte Lösungen – etwa agroökologische und naturverträgliche Praktiken, die die Widerstandsfähigkeit stärken und die Artenvielfalt schützen. Solche Ansätze helfen Bauern, sich anzupassen, und sichern gleichzeitig ländliche Lebensgrundlagen.
Mehr direkte Finanzhilfen könnten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dabei unterstützen, wirksame Klimalösungen umzusetzen. Der vorgeschlagene Fonds soll Mittel dorthin lenken, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Stärkere Bauernorganisationen könnten weltweit die Ernährungssicherheit und Klimaresilienz verbessern.
