Kevin Kampl beendet Karriere nach tragischem Schicksalsschlag in der Familie

Nico Peters
Nico Peters
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Ein Schwarz-Weiß- Foto eines Mannes, der auf einem grünen Fussballfeld sitzt und ein T-Shirt sowie eine Kette trägt, mit zwei Personen dahinter.Nico Peters

Kampl spricht über den Tod seines Bruders nach dem Verlassen von RB - Kevin Kampl beendet Karriere nach tragischem Schicksalsschlag in der Familie

Der ehemalige Mittelfeldspieler von RB Leipzig, Kevin Kampl, hat seinen Rücktritt vom Profifußball bekannt gegeben. Die Entscheidung fällt nach dem plötzlichen Tod seines älteren Bruders Seki im Oktober 2022. Kampl, der zudem mit gesundheitlichen Problemen in der Familie zu kämpfen hatte, beendet seine Karriere mit 33 Jahren.

Kampl spielte über ein Jahrzehnt im Profibereich und bestritt 270 Bundesliga-Partien für Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Zudem absolvierte er 28 Länderspiele für Slowenien und gewann zweimal den DFB-Pokal.

Sein Rücktritt folgt auf einen tiefen persönlichen Verlust: Am 22. Oktober 2022 verstarb sein Bruder Seki unerwartet. Seither besucht Kampl täglich das Grab seines Bruders und beschreibt Seki als eine zentrale Figur in seinem Leben. Neben dieser Tragödie musste die Familie weitere Schicksalsschläge verkraften. Kampls Vater, dessen Name nicht genannt wird, erlitt mehrere Schlaganfälle und ist nun auf Rund-um-die-Uhr-Betreuung angewiesen. Seine Mutter hat diese Aufgabe übernommen, was die emotionale Belastung in einer ohnehin schon schwierigen Phase weiter verstärkt. Nach der Auflösung seines Vertrags mit RB Leipzig bestätigte Kampl seinen Entschluss, dem Fußball endgültig den Rücken zu kehren. Der Verein würdigte seine Verdienste, respektierte jedoch seine Entscheidung, der Familie nun Vorrang einzuräumen.

Mit Kampls Abschied vom Fußball endet eine Karriere, die von nationalen Pokalerfolgen und konsequent starken Leistungen in der höchsten Spielklasse geprägt war. Angesichts des gesundheitlichen Verfalls seines Vaters und der Belastung für seine Mutter konzentriert er sich nun darauf, seine Familie zu unterstützen. Die täglichen Besuche am Grab seines Bruders unterstreichen zudem die persönlichen Beweggründe hinter seinem Schritt.