17 March 2026, 20:14

Jahrelanger Streit um Kölner Kulturgebäude geht in nächste Runde

Eine detaillierte Karte von Köln, Deutschland, die den Aufbau eines Gebäudes zeigt, mit begleitendem Text.

Nachbarschaftsstreit mit Kölns Volksbühne geht in die nächste Runde - Jahrelanger Streit um Kölner Kulturgebäude geht in nächste Runde

Ein langjähriger Streit um ein Kölner Gebäude nimmt eine neue Wendung. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen das Theater Volksbühne und ein Anwohner, der sich gegen Pläne wehrt, Teile einer ehemaligen Druckerei in Wohnungen umzuwandeln. Der Fall wurde nun zur erneuten Prüfung an das Oberverwaltungsgericht Münster zurückverwiesen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das betroffene Gebäude war einst ein lebendiger Treffpunkt der Nachbarschaft. Anwohner nutzten es für kulturelle Veranstaltungen, Proben und gesellige Zusammenkünfte, bevor das Theater die Umwandlung in Wohnraum beantragte.

Die Auseinandersetzung begann, als der Verein Freie Volksbühne die Baugenehmigung anfocht. Die Argumentation: Die theaterpädagogischen Aktivitäten seien durch bestehende Rechte geschützt und dürften nicht durch neuen Wohnraum beeinträchtigt werden.

Im Juni 2024 entschied das Münsteraner Gericht zunächst zugunsten des Vereins. Die Richter hoben die Genehmigung auf und begründeten dies vor allem mit übermäßigen Lärmbelastungen durch Aufführungen. Allerdings prüften sie die weiteren rechtlichen Aspekte nicht umfassend.

Der Fall gelangte daraufhin vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Dort urteilten die Richter, dass die vorherige Entscheidung zu stark auf Verstöße gegen Lärmrichtwerte gestützt worden sei. Die tatsächlichen Grundlagen seien unzureichend, weshalb das Münsteraner Gericht den Streit nun in voller Breite neu bewerten müsse.

Jetzt muss das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen den Fall erneut prüfen. Dabei wird der Fokus voraussichtlich über die Lärmbelastung hinausgehen und auch die Betriebsrechte des Theaters sowie die Auswirkungen auf das lokale Umfeld einbeziehen.

Die Sache kehrt nach Münster für eine neue Verhandlung zurück. Das Gericht muss nun die vollständigen rechtlichen und praktischen Konsequenzen der Umwandlung bewerten. Bis dahin bleibt die Zukunft des Gebäudes – und seine Rolle im Stadtteil – ungewiss.

Quelle