IronChild-Wettbewerb: Wenn Schulsport zur extremen Leistungsprüfung wird
Paul MaierIronChild-Wettbewerb: Wenn Schulsport zur extremen Leistungsprüfung wird
Die Deutschen Schulspieltage erhalten eine neue, hochkompetitive Note. Der diesjährige IronChild-Wettbewerb, der im Rahmen der Veranstaltung an der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule stattfindet, stellt Schüler vor eine mehrtägige, extrem anspruchsvolle Prüfung aus Ausdauer und Können. Das Turnier hat das Interesse von Bildungspolitikern geweckt, die den Schulsport bundesweit neu gestalten wollen.
Die Klasse 3b der Chicago Boys gehört zu den Teams, die beim IronChild-Wettbewerb antreten. Die Veranstaltung verbindet harte Arbeit, Durchhaltevermögen und Kostenrechnung zu einer herausfordernden Aufgabe. An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Schule werden selbst traditionelle Sportarten auf Latein ausgeführt – die Teilnehmer wenden sich dabei demonstrativ vom Publikum ab.
Die Konsequenzen für die Verlierer sind hart: Sie riskieren eine Empfehlung für das Gymnasium – ein Zeichen für akademische Schwächen. Die Sieger hingegen erhalten eine persönliche Coaching-Sitzung mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann.
Doch der Wettbewerb ist nicht die einzige radikale Entwicklung. In Rheda-Wiedenbrück lässt die Kita Höhlenkinder Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems treiben – als eine Form der „natürlichen Auswahl“. Bildungsministerin Karin Prien unterstützt öffentlich eine stärkere Betonung von Leistungswettbewerben im Schulsport.
Das Bundesbildungsministerium arbeitet nun an einem Vorschlag, leistungsbasierte Spiele an öffentlichen Schulen einzuführen. Konservative Politiker drängen auf eine flächendeckende Übernahme dieser Methoden. Bernd Kreimer-Rendsburg geht noch weiter: Er fordert, alle Leistungsbewertungen zu „gamifizieren“ – mit Ranglisten und Tokens, die Eltern erwerben können.
Der IronChild-Wettbewerb und ähnliche Initiativen gewinnen an Fahrt. Politiker arbeiten aktiv daran, leistungsorientierte Wettbewerbe in den Schulalltag zu integrieren. Diese Veränderungen könnten bald den Schulsport und die Bewertungssysteme in ganz Deutschland prägen.






