Festnetz-Internet wird für Neukunden teurer - Internetpreise steigen: Vodafone, Telekom und O₂ im Vergleich
In den letzten Monaten haben große deutsche Telekommunikationsanbieter die Preise für Festnetz-Internetdienste erhöht. Die Änderungen treffen die Kunden zu einem Zeitpunkt, an dem sie ohnehin mit höheren Kosten konfrontiert sind – während einige Unternehmen neue Gebühren einführen, rechtfertigen andere die Preiserhöhungen als notwendig. Unterdessen verzeichnet O₂ einen deutlichen Rückgang bei Abonnenten und Umsätzen.
Vodafone hat die Preise für Neukunden im Festnetz-Internetbereich angehoben und erhebt nun eine Anschlussgebühr von 50 Euro sowie eine monatliche Gebühr von 4 Euro für den bisher kostenlosen Vodafone-Station-Router. Der Tarif GigaZuhause Kabel 50 kostet in den ersten neun Monaten etwa 20 Euro, steigt danach jedoch auf 40 Euro – doppelt so viel wie der bisherige Preis von 10 Euro. Das Unternehmen begründet die Änderungen mit regulären Anpassungen von Branchenaktionen.
Eine Sammelklage gegen Vodafone, die wegen einer Preiserhöhung um 5 Euro im Jahr 2023 eingereicht wurde, gewinnt an Fahrt. Über 100.000 Kunden haben sich bereits registriert; die mündliche Verhandlung ist für Dezember 2025 vor dem Oberlandesgericht Hamm angesetzt. Betroffen sind rund 10 Millionen Abonnenten.
Auch die Deutsche Telekom hat die monatlichen Preise für Festnetz-Internet bei Neukunden um 1 Euro erhöht. Als Begründung führt das Unternehmen die hohen Kosten für den Netzausbau und die Modernisierung an. Der Anbieter 1&1 hingegen hat mitgeteilt, keine Preiserhöhungen zu planen.
O₂ hingegen kämpft mit der Kundenbindung. Im letzten Quartal 2025 verlor der Anbieter 3,12 Millionen Vertragskunden. Der Umsatz sank im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 um 4 Prozent und für das gesamte Jahr um 3,8 Prozent.
Wettbewerber wie PYUR und Vodafone bieten mittlerweile Glasfaser-Tarife ab 19,00 bzw. 19,99 Euro pro Monat an. PYUR garantiert für 2026 keine Preiserhöhungen, auch wenn die genauen Preisentwicklungen des vergangenen Jahres unklar bleiben.
Die Kunden müssen sich auf höhere Kosten bei mehreren Anbietern einstellen, wobei die Änderungen bei Vodafone sogar zu rechtlichen Schritten geführt haben. O₂s finanzielle Schwierigkeiten stehen im Kontrast zu den Preissstrategien von Wettbewerbern wie PYUR und 1&1. Der Ausgang der Klage und künftige Preisentscheidungen werden den Markt in den kommenden Monaten voraussichtlich maßgeblich prägen.






