IHK Bergisches Land kritisiert "überzogene Winterpause" in Solingen und Wuppertal
Tim WeberIHK Bergisches Land kritisiert "überzogene Winterpause" in Solingen und Wuppertal
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisches Land hat sich gegen verlängerte Schließungen in Solingen und Wuppertal ausgesprochen. Die örtlichen Behörden beider Städte haben beschlossen, ihre Dienststellen bis zum 8. Januar zu schließen – was de facto einer vollständigen „Winterpause“ gleichkommt. Die IHK kritisiert diesen Schritt als überzogen und ungerecht gegenüber Unternehmen und Bürgern.
Henner Pasch, Präsident der IHK Bergisches Land, und Hauptgeschäftsführer Michael Wenge üben scharfe Kritik an der Entscheidung. Ein zweiwöchiger Stillstand ohne grundlegende Dienstleistungen sei weder wirtschaftsfreundlich noch bürgerorientiert, so die beiden. Die Organisation bezeichnete die Maßnahme als „etwas übertrieben“ und verwies darauf, dass die benachbarte Stadt Remscheid wie geplant zu Jahresbeginn wieder öffnen werde.
Die IHK betonte zudem die Notwendigkeit einheitlicher Regelungen im gesamten Bergischen Städtedreieck. Gefordert werden Vorschriften, die Energiesparmaßnahmen für Kommunen mit der Aufrechterhaltung wichtiger Services für Bevölkerung und Unternehmen in Einklang bringen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass andere Fristen – etwa die Anmeldefrist für erhöhte Förderprämien bei Elektroautos – weiterhin gelten.
Im Mittelpunkt der Bedenken der IHK stehen die Folgen längerer Schließungen für lokale Betriebe und Bürger. Konsistente und praxisnahe Regelungen würden der Region besser dienen, so die Überzeugung der Kammer. Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Energiesparmaßnahmen und der Aufrechterhaltung essenzieller Dienstleistungen auf.
