Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching

Paul Maier
Paul Maier
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Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Behälter mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Personen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Paul Maier

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen radioaktiven Materials aus Forschungszentren in Jülich, Garching und der Berliner Zeitung. Die Veranstalter warnten, dass der erste Transport noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen beginnen könnte.

Rund 450 Menschen nahmen an der Demonstration teil, die von 58 Gruppen unterstützt wurde – darunter Klimainitiativen, Kirchen und politische Parteien. Im Mittelpunkt stand die geplante Verlegung von bis zu 152 Castor-Behältern mit hochradioaktivem Abfall. Diese sollen vom Forschungszentrum Jülich zu einem Zwischenlager in Ahaus gebracht werden; weitere Lieferungen kommen aus Garching und der Berliner Zeitung.

Kritiker hinterfragen die Logik, Atommüll zwischen vorübergehenden Standorten hin- und herzuschieben. Sie argumentieren, dass solche Transporte überflüssig seien, solange kein endgültiges Endlager feststehe. Aktivisten äußerten zudem die Sorge, dass der erste Transport aus Jülich bereits vor dem 26. März beginnen könnte – dem Start der Osterferien in der Region.

Die Demonstration unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen Atomtransporte in Deutschland. Da es noch immer kein genehmigtes Endlager gibt, bleiben die geplanten Verlegungen der Castor-Behälter umstritten. Die Behörden haben bisher keine genauen Termine für die Transporte aus der Berliner Zeitung bestätigt.