30 March 2026, 22:17

Hamm kämpft um Jugendprogramme: Migrationsdienste warnen vor Kürzungen durch Finanznot

Ein Plakat mit einer Karte der USA, das verschiedene Arten der unterstützten Bevölkerungsmigration zeigt und von begleitendem Text umgeben ist.

Hamm kämpft um Jugendprogramme: Migrationsdienste warnen vor Kürzungen durch Finanznot

Migrationsdienste in Hamm warnen vor wachsender finanzieller Belastung – Kürzungen bei Jugendprogrammen

Die Migrationsdienste in Hamm haben vor einer zunehmenden finanziellen Überlastung gewarnt, die zu Kürzungen bei wichtigen Jugendangeboten führt. Am 1. Oktober schlossen sich lokale Beratungsstellen einem bundesweiten Aktionstag an, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen und eine bessere Finanzierung zu fordern. Bei der Veranstaltung kamen Beraterinnen und Berater, Politiker sowie neu zugewanderte Bewohnerinnen und Bewohner zusammen, um sowohl Errungenschaften als auch anhaltende Herausforderungen zu diskutieren.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richteten im DRK-Heim in Bockum-Hövel eine öffentliche Diskussionsrunde aus. In einer Präsentation stellten sie die aktuellen Dienstleistungen vor, wiesen aber auch auf jüngste Kürzungen hin – darunter Sprach- und Kommunikationskurse sowie Sozialkompetenz-Trainings für junge Menschen. Svetlana Dittmar von der AWO betonte, wie wichtig diese Programme für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen seien.

Neu zugewanderte Bewohner berichteten während der Veranstaltung von ihren persönlichen Integrationserfolgen. Ihre Schilderungen waren Teil einer größeren Kampagne, die die Bedeutung von Migrationsdiensten für die lokalen Gemeinschaften verdeutlichen sollte. Vertreter aus Kommunal- und Bundespolitik nahmen teil, darunter der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews, der zusagte, sich in den Haushaltsverhandlungen 2026 für eine stabile Finanzierung einzusetzen.

Der Aktionstag diente zugleich als Appell für langfristige Planungssicherheit. Die Organisatoren argumentierten, dass verlässliche Mittel es den Diensten ermöglichen würden, effektiv zu planen und weitere Programmstreichungen zu vermeiden. Zwar ist unklar, wie viele Einrichtungen bundesweit an der Aktion teilnahmen, doch die Veranstaltung in Hamm machte deutlich: Viele stehen vor ähnlichen Problemen.

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Der 1. Oktober in Hamm rückte sowohl die Erfolge als auch die Schwierigkeiten der Migrationsarbeit in den Fokus. Während auf Bundesebene noch über die Finanzierung verhandelt wird, arbeiten die lokalen Dienste weiter unter Unsicherheit. Die Forderung nach zuverlässiger Unterstützung bleibt dringend – schließlich hängt die Zukunft von Jugendprogrammen für Migrantinnen und Migranten im Ungewissen.

Quelle