11 April 2026, 14:18

H2-Trust: Digitaler Fingerabdruck für transparente Wasserstoff-Lieferketten

Schwarz-weiß-Illustration einer komplex gestalteten Kette mit einer zentralen Münze, umgeben von fettem Text.

H2-Trust: Digitaler Fingerabdruck für transparente Wasserstoff-Lieferketten

Neues Digitaltool H2-Trust soll Nachverfolgung von grünem Wasserstoff vereinfachen

Ein neues Digitaltool mit dem Namen H2-Trust wird entwickelt, um die Rückverfolgbarkeit von grünem Wasserstoff zu erleichtern. Mit einer Förderung von knapp zwei Millionen Euro zielt das Projekt darauf ab, behördliche Prüfungen zu automatisieren und die Transparenz in komplexen Lieferketten zu erhöhen. Das System fungiert als eine Art "digitaler Fingerabdruck" für Wasserstoff und gewährleistet so die Datenintegrität – von der Produktion bis zum Verbrauch.

Die H2-Trust-Initiative, geleitet von Tobias Wappner vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), läuft von März 2024 bis Februar 2027. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer Open-Source-Lösung, die Herstellerbindung vermeidet und eine breitere Branchenakzeptanz fördert. Mithilfe der Blockchain-Technologie werden Daten an jedem Schritt dokumentiert – von der Stromerzeugung bis zum Endverbraucher.

Das Projekt bietet drei verschiedene Methoden zur Datenerfassung an, die auf unterschiedliche Anlagenkonfigurationen und Sensorkapazitäten zugeschnitten sind. Diese Flexibilität ermöglicht es Produzenten mit verschiedenem Technologiestandard, teilzunehmen. Ab Mitte 2026 sind Praxistests mit zwei Industriepartnern geplant, die aufgrund ihrer robusten Infrastruktur und ihres Engagements für nachhaltige Energie ausgewählt wurden.

H2-Trust ist als modulares System konzipiert. Nach der ersten Phase lässt es sich durch weitere Forschung für spezifische Anwendungen anpassen. Ziel ist es, die Einhaltung der RED-Kriterien (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) zu vereinfachen und so den bürokratischen Aufwand sowie manuelle Kontrollen für Wasserstoffproduzenten zu reduzieren.

Der Prototyp wird voraussichtlich Mitte 2026 in die Testphase gehen, unterstützt durch zwei Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm in Nordrhein-Westfalen. Bei Erfolg könnte das System einen neuen Standard für die effiziente Rückverfolgung von grünem Wasserstoff setzen. Der Open-Source-Ansatz sorgt für eine breitere Zugänglichkeit, während die Blockchain-Technologie die Datenzuverlässigkeit entlang der gesamten Lieferkette garantiert.

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