Großrazzia in Münster: 150 Beamte durchsuchen Wohnungen und Firmen wegen Lohnbetrugs
Nico PetersGroßrazzia in Münster: 150 Beamte durchsuchen Wohnungen und Firmen wegen Lohnbetrugs
Großrazzia unter Leitung des Hauptzollamts Münster in den frühen Morgenstunden
In den frühen Stunden dieses Morgens fand eine großangelegte Aktion unter Führung des Hauptzollamts Münster statt. In Münster und Senden wurden zwei Haftbefehle gegen einen 33-jährigen Mann vollstreckt, der des Lohnbetrugs und der Untreue verdächtigt wird. An den Durchsuchungen beteiligten sich über 150 Beamte, darunter Zollfahnder, Bundespolizisten und Staatsanwälte.
Der 33-jährige Beschuldigte sieht sich mehreren Vorwürfen gegenüber: Er soll Löhne vorenthalten, Gelder veruntreut und ein Bauunternehmen betrieben haben, ohne Mitarbeiter bei der Sozialversicherung anzumelden. Zudem wird ihm vorgeworfen, keine Beiträge zur Berufsgenossenschaft abgeführt zu haben.
Im Rahmen der Ermittlungen werden derzeit sieben Objekte durchsucht – vier Wohnimmobilien und drei Geschäftsräume. Spezialisierte Spürhunde des Zolls kommen zum Einsatz, um verstecktes Bargeld aufzustöbern, das zur Begleichung von Forderungen des Staates gegen die Beschuldigten dienen könnte.
Zwei weitere Personen gerieten ins Visier der Ermittler: eine 54-jährige Frau, der Beihilfe vorgeworfen wird, sowie ein 61-jähriger Mann, der wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen in einem anderen Verfahren festgenommen wurde. Der 33-Jährige wurde in seiner Wohnung in Untersuchungshaft genommen, da Flucht- und Wiederholungsgefahr bestehe.
Erste Erkenntnisse aus der Razzia werden noch im Laufe des Tages erwartet. Die Ermittlungen dauern an; die Behörden werten derzeit die bei den Durchsuchungen sichergestellten Beweismittel aus.
Die Aktion stellt einen bedeutenden Schritt im Verfahren gegen den 33-Jährigen und seine mutmaßlichen Komplizen dar. Bei einer Verurteilung drohen den Beschuldigten schwere Strafen wegen Verstößen gegen Finanz- und Arbeitsrecht. Die Operation unterstreicht zudem die Bemühungen, ausstehende staatliche Abgaben durch beschlagnahmtes Vermögen einzutreiben.






