26 April 2026, 18:15

Großrazzia im Baugewerbe: 110 Zollbeamte decken Lohnbetrug und Schwarzarbeit auf

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte nicht verschmutzen - Verursacher werden verfolgt - Kein Abladen."

Großrazzia im Baugewerbe: 110 Zollbeamte decken Lohnbetrug und Schwarzarbeit auf

Mehr als 110 Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen im Baugewerbe durchgeführt, die sich über vier Kreise erstreckten. Bei der Aktion wurden 51 Arbeitgeber und knapp 280 Beschäftigte überprüft – dabei kamen zahlreiche Verdachtsfälle auf Lohnverstöße und illegale Beschäftigung ans Licht.

Die Inspektionen fanden in den Kreisen Köln, Rhein-Sieg, Leverkusen und Rheinisch-Bergisch statt. Insgesamt wurden 280 Arbeiter aus 51 verschiedenen Unternehmen kontrolliert. Allein in Köln wurden 123 Beschäftigte aus 51 Betrieben geprüft, in Leverkusen 75 Arbeiter aus 11 Unternehmen. Im Rhein-Sieg-Kreis standen 39 Beschäftigte von 15 Arbeitgebern unter der Lupe, im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 42 Arbeiter aus 11 Firmen überprüft.

Im Rahmen der Aktion wurden elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis ermittelt. Zudem gerieten drei Unternehmen in den Fokus, die im Verdacht stehen, ihre Mitarbeiter unter dem gesetzlichen Mindestlohn zu bezahlen. In fünf Fällen wird Sozialbetrug vermutet – hier gehen die Behörden Hinweisen auf nicht abgeführte Sozialabgaben nach.

Gegen die elf undokumentierten Arbeiter und ihre Arbeitgeber wurden nun Strafverfahren eingeleitet. Die Kontrollen deckten schwere Verstöße auf, darunter illegale Beschäftigung und Lohnunterschreitung. Die Behörden werden die fünf Verdachtsfälle auf Sozialbetrug und vorenthaltene Sozialabgaben weiter untersuchen. Je nach Ergebnis könnten weitere rechtliche Schritte gegen die beteiligten Unternehmen folgen.

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