13 April 2026, 12:18

Großalarm in Schwelm: Quecksilber-Austritt erfordert Evakuierung und Spezialeinsatz

Ein großer Raum voller Müll, darunter Plastikabdeckungen, Behälter, Holzobjekte und Trümmer, mit Text an einer linken Wand und Metallstangen auf dem Dach.

Großalarm in Schwelm: Quecksilber-Austritt erfordert Evakuierung und Spezialeinsatz

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt in Schützenstraße löst Großalarm aus

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Am 12. September 2025 kam es in der Schützenstraße in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz. Die Feuerwehr wurde alarmiert, nachdem in einem beschädigten Behälter eine unbekannte Substanz entdeckt worden war, die sich später als Quecksilber herausstellte. Die Lage erforderte eine großangelegte Notfallreaktion mit Evakuierungen und der Unterstützung spezialisierter Kräfte aus benachbarten Feuerwehrverbänden.

Ausgelöst wurde der Einsatz durch einen undichten Quecksilber-Behälter, der im Keller eines Mehrfamilienhauses gefunden wurde. Die Einsatzkräfte trafen schnell ein, wobei Einsatzleiter Jan Poschmann die Koordination übernahm. Er teilte das Gebiet in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Anwohner an.

Vor Ort wurde ein beheizter VER-Bus (Versorgungs- und Einsatzraum) als vorübergehende Unterkunft für die Betroffenen eingerichtet. Unterdessen arbeiteten Feuerwehrleute in Vollschutzanzügen und mit Atemschutzgeräten daran, den Austritt einzudämmen. Ein spezielles Quecksilber-Notfallset wurde aus Wuppertal herbeigeschafft, während ein Gefahrgutberater sowie ein Messfahrzeug aus Gevelsberg eintrafen.

Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Einsatzkräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz. Feuerwehrchef Oliver Dag und sein Stellvertreter Markus Kosch leiteten die Maßnahmen. Das Team sammelte das ausgetretene Quecksilber sorgfältig ein und verpackte es, bevor die Einsatzstelle an ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen übergeben wurde, das die weitere Dekontamination und Beseitigung der belasteten Materialien übernimmt.

Der Vorfall erforderte die Abstimmung zwischen mehreren Feuerwehren und Sondereinheiten. Die Anwohner wurden vorübergehend umgesiedelt, während der Austritt gesichert wurde. Das Entsorgungsunternehmen wird nun die endgültige Beseitigung der geborgenen Chemikalien und der kontaminierten Ausrüstung übernehmen.

Quelle