14 April 2026, 16:16

Gamescom startet in Köln – doch Umfrage offenbart düstere Seiten der Gaming-Szene

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich spricht er die Genehmigung eines Gesetzes zur Abschaffung des Internets an.

Gamescom startet in Köln – doch Umfrage offenbart düstere Seiten der Gaming-Szene

Gamescom: Die größte Spielemesse der Welt startet in Köln – doch eine Umfrage zeigt besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern

Diese Woche öffnet die Gamescom, die weltweit größte Fachmesse für Video- und Computerspiele, in Köln ihre Tore. Von Mittwoch bis Sonntag wird die Veranstaltung Hunderttausende Fans anziehen. Doch eine aktuelle Umfrage deckt alarmierende Entwicklungen unter eingefleischten Spielern auf – darunter hohe Raten an Cybermobbing und extremistischen Ansichten.

Laut der Erhebung erleben viele Hardcore-Gamer regelmäßig Hass im Netz: Rund 38 Prozent gaben an, "sehr oft oder häufig" während des Spielens beleidigt zu werden. Weitere 14 Prozent aller Befragten berichteten von ebenso häufigen verbalen Angriffen. Auch Drohungen mit körperlicher Gewalt oder Vergewaltigung seien keine Seltenheit.

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Besonders verbreitet ist eine feindselige Haltung gegenüber marginalisierten Gruppen. Über 40 Prozent der passionierten Spieler stimmten der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Antifeministische Einstellungen und Ablehnung von LGBTQ+-Personen sind in dieser Szene ebenfalls weit verbreitet.

Demografisch ist die Gruppe der Hardcore-Gamer überwiegend jung und männlich: Drei Viertel sind Männer, 55 Prozent zwischen 16 und 34 Jahre alt. Einsamkeit scheint ein großes Problem zu sein – 58 Prozent berichteten von mäßigen bis starken Gefühlen der Isolation. Politisch sind diese Spieler überdurchschnittlich aktiv: 27 Prozent hatten im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen – fast doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

Während die Gamescom die neuesten Brancheninnovationen und die Gaming-Kultur feiert, wachsen die Sorgen über toxisches Verhalten und extremistische Tendenzen in Teilen der Community. Die Umfrage zeigt einen krassen Gegensatz zwischen der Begeisterung für die Messe und den düsteren Realitäten, mit denen manche Spieler konfrontiert sind. Hohe Raten an Cybermobbing, Vereinsamung und radikalen Überzeugungen stechen besonders unter Hardcore-Spielern hervor. Veranstalter und Entwickler könnten nun unter Druck geraten, diese Probleme in der Gaming-Kultur anzugehen.

Quelle