14 April 2026, 20:15

Zollrazzia im Kreis Borken: Illegale Beschäftigung und Mindestlohnverstöße aufgedeckt

Altes Buch mit dem Titel "American Hotel Bill of Fare von 1862" mit einer Abbildung eines Gebäudes auf dem Cover, das detaillierte Texte über Gastronomiebetriebsangebote enthält.

Zollrazzia im Kreis Borken: Illegale Beschäftigung und Mindestlohnverstöße aufgedeckt

Zollbeamte führen am Sonntag, 31. August 2025, überraschende Kontrollen im Kreis Borken durch

Am Sonntag, dem 31. August 2025, haben Zollfahnder im Kreis Borken unangekündigte Kontrollen durchgeführt. Neun Beamte des Hauptzollamts Münster überprüften sechs Betriebe und deckten dabei zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht auf. An der Aktion waren auch lokale Polizeikräfte und die Ausländerbehörde beteiligt.

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Die Kontrollen begannen am Abend und richteten sich gegen fünf Gastronomiebetriebe sowie ein Taxiunternehmen. Im ersten Betrieb wurde ein 68-jähriger Mitarbeiter ohne gültige Aufenthaltserlaubnis angetroffen.

In einem zweiten Restaurant arbeiteten Beschäftigte, die nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren. Zwei von ihnen besaßen zudem keine Ausweisdokumente. In einem dritten Betrieb stieß man auf einen weiteren Mitarbeiter ohne Aufenthaltsgenehmigung sowie auf zwei weitere ohne ordnungsgemäße Sozialversicherungsanmeldung. Ein Angestellter erhielt dort zudem einen Lohn unter dem gesetzlichen Mindestlohn.

Während der Überprüfungen verweigerte ein Mitarbeiter die Zusammenarbeit mit den Beamten, woraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), erklärte im Anschluss, dass solche Einsätze dazu dienten, gesetzestreue Unternehmen vor unfairem Wettbewerb zu schützen.

An der Aktion beteiligten sich neun Zollbeamte, drei Mitarbeiter der Ausländerbehörde sowie zwei Polizeibeamte des Kreises Borken. Das Hauptzollamt Münster, das die Operation koordinierte, hat seinen Sitz in Münster und eine Dienststelle in Gronau.

Die Kontrollen förderten eine Reihe von Verstößen zutage – von illegaler Beschäftigung bis hin zu Verstößen gegen den Mindestlohn. Gegen die Verantwortlichen wurden nun Folgeverfahren eingeleitet. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Arbeits- und Aufenthaltsrecht in der Region durchzusetzen.

Quelle