05 June 2026, 12:56

Forschungsprojekt ZEROES will Bauindustrie mit Recycling revolutionieren

Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduzieren mit klimapositiven Baustoffen

Forschungsprojekt ZEROES will Bauindustrie mit Recycling revolutionieren

Neues Forschungsprojekt will CO₂-Emissionen im Baugewerbe durch Recyclingmaterialien und Carbonate senken

Unter dem Namen ZEROES ist am 3. Juli 2024 am Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen ein ehrgeiziges Vorhaben gestartet: Mit recycelten Baustoffen und Carbonaten sollen die CO₂-Emissionen in der Bauindustrie deutlich reduziert werden. Das Team will Abfälle in kohlenstoffarme Bauprodukte wie Beton oder Kalksandsteine umwandeln – und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Bauwirtschaft verbraucht jährlich rund 40 Milliarden Tonnen Sand und Kies. Zement, der gängigste Bindemittel-Rohstoff, ist dabei einer der größten Verursacher globaler Emissionen. ZEROES setzt darauf, herkömmliche Materialien durch recycelte Bauabfälle und Carbonate zu ersetzen, um diese Belastung zu verringern.

Statt CO₂ als Abfallprodukt zu betrachten, erprobt das Projekt Verfahren, um das Gas direkt bei der Herstellung von Kalksandsteinen zu binden – und so aus Emissionen einen nutzbaren Rohstoff zu machen. Federführend ist das Fraunhofer UMSICHT, unterstützt von den Industriepartnern Betonwerk Büscher und Rohstoffbauwerke.

Projektleiter Dr. Michael Prokein koordiniert die Arbeiten. Durch die vollständige Gewinnung aller Mineralien aus Recyclingmaterialien strebt ZEROES ein geschlossenes Kreislaufsystem an. Ziel ist es, mineralische Baustoffe deutlich energieärmer herzustellen.

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Gelingt das Vorhaben, könnte ZEROES die Emissionen von Baumaterialien spürbar senken – und gleichzeitig die Abhängigkeit von neu abgebautem Sand und Kies verringern. Die ersten Ergebnisse hängen von den Versuchsreihen in der Oberhausener Forschungsanlage ab.

Quelle