09 June 2026, 06:13

Feuerwehr in NRW kämpft gegen höhere Altersgrenze für Einsatzkräfte

Verdi: "Hände weg von der Altersgrenze der Feuerwehren - Die 60 müssen bleiben!"

Feuerwehr in NRW kämpft gegen höhere Altersgrenze für Einsatzkräfte

Die Gewerkschaft ver.di in Nordrhein-Westfalen (NRW) wehrt sich gegen Pläne, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute anzuheben. Bereits über 5.000 Einsatzkräfte haben eine Petition unterzeichnet, um die bestehende Altersgrenze von 60 Jahren beizubehalten. Im Mittelpunkt des Streits stehen Bedenken hinsichtlich der Personalgewinnung und der körperlichen Belastungen des Berufs.

Das Innenministerium des Landes prüft derzeit einen Gesetzentwurf, der die Altersgrenze für Feuerwehrleute erhöhen soll. Die Behörden argumentieren, dass ein höheres Renteneintrittsalter helfen würde, den Personalmangel und demografische Veränderungen zu bewältigen. Sie halten den Schritt für notwendig, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr aufrechtzuerhalten.

Die Gewerkschaft ver.di lehnt den Vorschlag entschieden ab. Tjark Sauer, bei ver.di zuständiger Sekretär für den Feuerwehrbereich in NRW, warnte, dass eine Anhebung der Altersgrenze potenzielle Neueinstellungen abschrecken könnte. Zudem bezeichnete er die Pläne als respektlos gegenüber Feuerwehrleuten, die bereits unter extremen Arbeitsbedingungen leisten.

Im März hatten mehr als 5.000 Feuerwehrkräfte eine Petition an den Landtag überreicht, in der sie forderten, die Altersgrenze bei 60 Jahren zu belassen. Die Gewerkschaft betont, dass eine Verlängerung der Dienstzeit die Personalprobleme nicht löse, sondern stattdessen die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr gefährde.

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Die Debatte über das Renteneintrittsalter dauert an, während das Innenministerium seine Optionen abwägt. Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, müssten Feuerwehrleute in NRW länger im Dienst bleiben. Bis dahin bleibt die Gewerkschaft unnachgiebig – gestützt durch tausende Unterschriften und die Sorge um die Zukunft des Berufsstands.

Quelle