20 April 2026, 16:19

Falsche Rheinbahn-Tickets: Betrüger ködern Düsseldorfer mit Fake-Angebot auf Facebook

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen anprangert, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Falsche Rheinbahn-Tickets: Betrüger ködern Düsseldorfer mit Fake-Angebot auf Facebook

Gefälschte Facebook-Seite lockt mit unwiderstehlichem Verkehrsangebot in Düsseldorf

Ein gefälschtes Facebook-Profil hat Nutzer in Düsseldorf mit einem vermeintlich unglaublich günstigen Nahverkehrsangebot geködert. In dem Post wurde unbegrenztes Fahren für sechs Monate zum Preis von nur 2,35 Euro versprochen. Ermittler haben den Betrug nun als Teil einer groß angelegten Abzockmasche entlarvt, die gezielt Pendler in der Region ins Visier nimmt.

Der betrügerische Beitrag erschien am 12. Juli 2025 auf einer erst kurz zuvor erstellten Facebook-Seite. Das Profil war erst zwei Wochen zuvor, am 30. Juni, angelegt worden. Während der offizielle Account der Rheinbahn über 47.000 Follower zählt, hatte der Fake-Account gerade einmal zehn.

In dem betrügerischen Post wurden 500 vorab bezahlte Karten für stark ermäßigte Tarife beworben. Nutzer, die auf den Link klickten, gelangten auf eine Website, die zwar das Logo der Rheinbahn zeigte, jedoch ohne Impressum oder rechtliche Hinweise. Zudem war dort ein veraltetes Zugfoto aus früheren Jahren zu sehen.

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CORRECTIV.Faktencheck hat den Vorgang überprüft und festgestellt, dass Nutzer das gefälschte Ticket beim zweiten Versuch "gewannen". Anschließend wurden sie aufgefordert, persönliche Daten einzugeben – darunter auch Kreditkartennummern. Die Betrüger nutzten zudem bezahlte Facebook-Werbung, um den Schwindel gezielt an Düsseldorfer Nutzer zu verbreiten.

Die Rheinbahn bestätigte, dass es sich um eine komplette Fälschung handelt. Das Unternehmen betonte, dass es weder ein solches Jubiläumsangebot noch ermäßigte Tickets dieser Art gebe. Der Betrug folgt einem Muster, das bereits bei über 1.000 gefälschten Seiten in mehr als 60 Ländern beobachtet wurde – stets mit dem Ziel, lokale Verkehrsbetriebe nachzuahmen.

Die Fake-Seite und die dazugehörige Website wurden als Teil eines größeren Betrugsnetzwerks identifiziert. Nutzer, die ihre Daten preisgaben, riskierten finanzielle Schäden und Identitätsdiebstahl. Die Behörden warnen die Bevölkerung dringend, Angebote ausschließlich über die offiziellen Kanäle der Rheinbahn zu prüfen.

Quelle