Europas größter Quantencomputer PaQS startet in Paderborn mit revolutionärer Lichttechnologie
Paul MaierEuropas größter Quantencomputer PaQS startet in Paderborn mit revolutionärer Lichttechnologie
Forscher in Deutschland haben Europas größten quantenbasierten Probensystem-Computer vorgestellt – sein Name: PaQS. Die Anlage wurde an der Universität Paderborn entwickelt und ist Teil einer bundesweiten Initiative zur Förderung der photonischen Quantencomputing-Forschung.
Hinter PaQS steht das Projekt PhoQuant, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 50 Millionen Euro gefördert wird. Beteiligt sind 13 akademische und industrielle Partner, koordiniert vom Quanten-Technologieunternehmen Q.ANT. Ziel ist es, Deutschland als führende Kraft in diesem zukunftsweisenden Bereich zu etablieren.
PaQS funktioniert als Gaussian-Boson-Sampling-Maschine und ist darauf ausgelegt, komplexe Probleme zu lösen – etwa die Proteinfaltung oder molekulare Berechnungen für die Medikamentenentwicklung. Anders als klassische Computer nutzt das System gepresstes Licht, eine spezielle quantenmechanische Ressource, als Grundlage. Diese Technologie wurde von der Forschungsgruppe Integrated Quantum Optics der Universität Paderborn entwickelt, einer der führenden Einrichtungen für photonische Quantensysteme.
Das Team arbeitet derzeit daran, PaQS für noch anspruchsvollere Berechnungen auszubauen. Dank seines flexiblen und programmierbaren Designs dient die Anlage zudem als Sprungbrett für künftige Quantencomputer-Generationen.
Die Inbetriebnahme von PaQS markiert einen wichtigen Meilenstein in Deutschlands Quantenforschungsstrategie. Durch die enge Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft soll das System Fortschritte in Bereichen wie Medizin und Materialwissenschaft beschleunigen. Der Erfolg des Projekts könnte die Position des Landes in der globalen Quanteninnovation weiter stärken.






