30 March 2026, 10:17

Europas Flugbranche setzt auf nachhaltige Kraftstoffe – doch die Ziele bleiben ambitioniert

Weißer fetter Text "netto-null-Emissionen bis 2050" auf einem festen grünen Hintergrund.

Europas Flugbranche setzt auf nachhaltige Kraftstoffe – doch die Ziele bleiben ambitioniert

Nachhaltige Flugkraftstoffe in Europa verzeichnen starken Anstieg

Der Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) in Europa ist 2024 deutlich gestiegen und erreichte 2 % – ein deutlicher Sprung gegenüber nur 0,6 % im Vorjahr. Neue EU-Vorgaben sehen nun noch höhere Beimischungsquoten vor, wobei strengere Ziele für synthetische eSAF (elektronische nachhaltige Flugkraftstoffe) ab 2030 in Kraft treten sollen.

Die Europäische Union hat klare Regeln für die Einführung von SAF festgelegt. Ab 2025 müssen 2 % des Kraftstoffs an Regionalflughäfen aus nachhaltigen Quellen stammen, bis 2030 steigt dieser Anteil auf 6 %. Eine separate Vorgabe für synthetische eSAF beginnt 2030 bei 1,2 % und erhöht sich bis 2035 auf 5 %.

Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), bestätigte, dass Europa das 2 %-Ziel für SAF bereits 2025 voraussichtlich übertreffen werde. Gleichzeitig wies er Forderungen zurück, die eSAF-Vorgaben abzumildern, und betonte, die Politik sei verbindlich und notwendig. Ein EU-Vertreter unterstützte diese Haltung und unterstrich die Bedeutung der Einhaltung des aktuellen Zeitplans.

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Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen bestehen. Die Vereinigung Airlines for Europe (A4E) warnte, dass begrenzte eSAF-Verfügbarkeit und hohe Produktionskosten die Einhaltung der Vorgaben erschweren könnten. Der EU-Vertreter räumte diese Bedenken ein, bestand jedoch auf der Beibehaltung der verbindlichen Ziele. 2024 stammten 81 % des in Europa eingesetzten SAF aus gebrauchtem Speiseöl – ein Zeichen für die starke Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen.

Die EU hält an ihren SAF-Zielen fest, während die Anforderungen für synthetische eSAF im kommenden Jahrzehnt weiter steigen werden. Zwar drängen Branchenverbände auf Anpassungen, doch die Regulierungsbehörden bestehen auf der Umsetzung der geplanten Vorgaben. Nun liegt der Fokus darauf, die Produktion auszubauen und die Kosten zu senken, um die künftige Nachfrage zu decken.

Quelle