EU-Projekt HyInHeat testet Wasserstoff für klimaneutrale Industrieöfen bis 2026
Nico PetersEU-Projekt HyInHeat testet Wasserstoff für klimaneutrale Industrieöfen bis 2026
Ein neues, von der EU finanziertes Forschungsprojekt erprobt Wasserstoff als Brennstoff für Hochtemperatur-Prozesswärme in der Industrie. Die Initiative mit dem Namen HyInHeat konzentriert sich auf die Aluminium- und Stahlbranche, die zu den energieintensivsten Industrien weltweit zählen. Für das Vorhaben hat die Europäische Union 17,7 Millionen Euro bereitgestellt.
Koordiniert wird das HyInHeat-Projekt vom Lehrstuhl für Industrieöfen und Wärmeprozesstechnik der RWTH Aachen. Beteiligt sind 30 Partner aus 12 Ländern; die Laufzeit erstreckt sich bis Ende 2026. Das Team untersucht, wie Wasserstoff herkömmliche Brennstoffe in Schmelz-, Erwärmungs- und Wärmebehandlungsprozessen ersetzen kann.
Acht Demonstrationsanlagen und Industriebetriebe dienen als Testumgebungen, um die effiziente Nutzung von Wasserstoff in diesen Verfahren zu prüfen. Neben der klassischen Wasserstoff-Luft-Verbrennung werden auch sauerstoffangereicherte Verbrennung sowie die Wasserstoff-Sauerstoff-Verbrennung als alternative Methoden erforscht. Ziel ist es, Anlagentechnik, Verfahrenstechnik und Infrastruktur an die Wasserstoffverbrennung anzupassen.
Ein zentrales Anliegen ist die Reduzierung von CO₂- und Stickoxidemissionen bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz. Besonders die aluminium- und stahlerzeugende Industrie, bekannt für ihren hohen Energieverbrauch, könnte von diesen Fortschritten profitieren.
Die Arbeiten laufen bis Ende 2026. Die Ergebnisse könnten zu geringeren Emissionen und einer effizienteren Energienutzung in der Schwerindustrie führen. Mit der Förderung in Höhe von 17,7 Millionen Euro unterstützt die EU diesen Modernisierungsschub für Hochtemperaturprozesse durch Wasserstoff.
