Eisige Kälte in Afghanistan fordert mindestens 70 Todesopfer – Kinder unter den Opfern
Sebastian SchulteEisige Kälte in Afghanistan fordert mindestens 70 Todesopfer – Kinder unter den Opfern
In Kabul sind die Temperaturen auf zweistellige Minusgrade gestürzt, wobei in Afghanistan mindestens 70 Todesopfer gemeldet wurden. Der Afghanische Rote Halbmond hat Todesfälle in den nördlichen und südwestlichen Regionen bestätigt, darunter auch Kinder.
Die extreme Kälte hat die Nahrungsmittelversorgung unterbrochen und Wasserleitungen einfrieren lassen, was die Sorge vor weiteren Opfern verstärkt. Zudem sind Tausende Nutztiere verendet, was die Krise für ländliche Gemeinden verschärft. Medizinische Teams werden nun entsandt, um betroffenen Familien zu helfen, während Notfall-Lebensmittelpakete für die Verteilung vorbereitet werden.
Der Verein Solingen hilft e.V. unterstützt die Hilfsmaßnahmen mit einer Überweisung von 5.000 Euro an Friedensdorf International. Die Organisation hat das Friedensdorf bereits dreimal zuvor unterstützt. Friedensdorf ist seit den 1980er-Jahren in Afghanistan aktiv und leistet medizinische Hilfe für Kinder in der Hindukusch-Region.
Die anhaltende Wirtschaftskrise in Verbindung mit dem harten Winter hat viele Menschen außerhalb der großen Städte schutzlos zurückgelassen. Die Lage bleibt kritisch, während Hilfsorganisationen versuchen, lebenswichtige Güter zu liefern.
Die Zahl der Todesopfer ist auf 70 gestiegen, darunter auch Kinder. Notfallmedizinische und Nahrungsmittelhilfe wird mobilisiert, um weitere Verluste zu verhindern. Die kombinierte Wirkung von Kälte, wirtschaftlicher Not und dem Verlust von Nutztieren bedroht weiterhin die besonders gefährdeten Gemeinschaften.
