Dortmunds dunkles Kapitel: Missbrauchsermittlungen gegen Ex-Mitarbeiter laufen auf Hochtouren
Sebastian SchulteDortmunds dunkles Kapitel: Missbrauchsermittlungen gegen Ex-Mitarbeiter laufen auf Hochtouren
Borussia Dortmund erwartet bis Ende des Jahres den Abschlussbericht zu einem historischen Missbrauchsfall. Der Verein untersucht seit Längerem Vorwürfe gegen einen ehemaligen Mitarbeiter, an denen mittlerweile auch die Behörden beteiligt sind.
Erstmals auf die Vorfälle aufmerksam wurde der Club im Jahr 2010. Damals erhielt er Kenntnis von einem angeblichen Versuch des Ex-Angestellten, sich in den 1990er-Jahren einem Spieler zu nähern. Die mutmaßlichen Straftaten sollen zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren begangen worden sein.
2023 leitete Borussia Dortmund erste Konsequenzen ein, indem der Mann entlassen und seine Ehrenmitgliedschaft aberkannt wurde. Nach weiteren Vorwürfen im Oktober 2025 richtete der Verein ein Hinweisgebersystem ein. Einen Monat später beauftragte er eine unabhängige Prüfung des Falls.
Mittlerweile führt die Staatsanwaltschaft Hagen die Ermittlungen und hat 23 potenzielle Opfer identifiziert. Im November 2025 durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Beschuldigten und beschlagnahmten elektronische Geräte sowie Datenträger.
Borussia Dortmund hat zugesagt, die Ergebnisse nach Vorliegen des Abschlussberichts der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verein bleibt entschlossen, den Fall transparent und gründlich aufzuarbeiten. Die Ermittlungen laufen unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft weiter.
