19 June 2026, 12:17

Deutsche Krankenhäuser kämpfen ums Überleben – Insolvenzwelle rollt weiter

NRW-Krankenhäuser protestieren gegen mangelnde Bundesfinanzausgleich

Deutsche Krankenhäuser kämpfen ums Überleben – Insolvenzwelle rollt weiter

Finanzielle Belastungen treiben immer mehr deutsche Krankenhäuser an den Rand des Ruins. Im Jahr 2023 meldeten über 40 Betreiber Insolvenz an – darunter auch die Kplus Gruppe, die jüngst Gläubigerschutz beantragte. Die Krise ist Folge steigender Kosten und ausbleibender staatlicher Unterstützung.

Im Juni 2023 reichte die Kplus Gruppe für drei ihrer vier Standorte Eigenverwaltungsanträge ein, um die Liquidität zu sichern und die operative Steuerung zu behalten. Beschäftigte an zwei dieser Standorte – dem St.-Josef-Hospital in Haan und der St.-Lukas-Klinik in Solingen – schlossen sich Protesten an, die vom Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) organisiert wurden.

Die Mitarbeiter forderten eine nachhaltige Finanzierung, die die Inflation abfedert, sowie eine Lohnerhöhung von zehn Prozent. Ingo Morell, Präsident der KGNW, warnte, die Krankenhäuser stünden vor einer unmöglichen Entscheidung: Entweder das Personal bezahlen oder die Schließung riskieren. Die Bundesregierung habe bisher keine ausreichende Kompensation für die stark gestiegenen Betriebskosten bereitgestellt.

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Der wachsende finanzielle Druck hat bereits mehrere Einrichtungen in die Insolvenz getrieben. Die Proteste halten an, da die Belegschaften faire Löhne und stabile Finanzierung einfordern. Ohne politische Gegenmaßnahmen könnten weitere Krankenhäuser gezwungen sein, ähnliche Schritte zu gehen, um zu überleben.

Quelle