Burmester will Köln mit olympischem Traum und Kreuzfeld-Projekt neu erfinden
Tim WeberNeuer Oberbürgermeister: Olympia-Bewerbung besser auf Köln ausrichten - Burmester will Köln mit olympischem Traum und Kreuzfeld-Projekt neu erfinden
Torsten Burmester hat die Stichwahl um das Kölner Oberbürgermeisteramt gewonnen und wird sein Amt im November 2025 antreten. Sein Sieg ist mit einem ehrgeizigen Plan verbunden: Er will Köln eine zentrale Rolle im Bewerbungsprozess Nordrhein-Westfalens für die Austragung der Olympischen Spiele sichern. Der Kölner Dom, UNESCO-Weltkulturerbe, könnte dabei zum Symbol der Kampagne werden.
Burmester, der bis Ende 2022 Vorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war, setzt sich nun für ein neues Stadtviertel im Norden Kölns ein – sein Leuchtturmprojekt. Das als Kreuzfeld bezeichnete Gebiet soll ein Leichtathletikstadion und ein olympisches Dorf beherbergen, die später in Wohnraum und Gewerbeflächen umgewandelt werden. Er ruft die Bürger dazu auf, eine konstruktive Haltung einzunehmen und Ideen mit "Ja, wenn…" statt "Nein, weil…" zu begegnen. Zudem betont er die Bundesförderung als entscheidenden Vorteil, da die aktuellen Finanzprognosen positiv ausfallen.
Der DOSB wird voraussichtlich im Herbst 2026 entscheiden, welche Stadt oder Region Deutschlands Olympische Bewerbung anführen soll. Neben Nordrhein-Westfalens Rhein-Ruhr-Projekt stehen auch Berlin, Hamburg und München zur Auswahl. Obwohl der DOSB noch nicht festgelegt hat, ob die Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 erfolgen soll, argumentiert Burmester, dass eine stärkere Ausrichtung des regionalen Antrags auf Köln – gestützt auf dessen weltweites Renommee – die Erfolgschancen erhöhen könnte.
Burmesters Wahl verleiht Kölns olympischen Ambitionen neuen Schwung. Das Kreuzfeld-Projekt und die internationale Strahlkraft des Doms könnten die Position der Stadt stärken. Die endgültige Entscheidung über die Ausrichtung der Bewerbung wird für Ende 2026 erwartet.






