Bundestagsabgeordnete bleiben auf LinkedIn aktiv – doch die Zahlen sinken leicht
Tim WeberBundestagsabgeordnete bleiben auf LinkedIn aktiv – doch die Zahlen sinken leicht
Mehr als die Hälfte der Bundestagsabgeordneten mit LinkedIn-Profilen sind weiterhin auf der Plattform aktiv. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass 209 der 331 Mitglieder mit Accounts in den letzten drei Monaten mindestens dreimal gepostet haben. Politiker der Unionsfraktion sind dabei besonders engagiert – etwa Christian Hirte, der regelmäßig Updates teilt.
In der aktuellen Legislaturperiode ist die Zahl der aktiven Bundestagsabgeordneten auf LinkedIn leicht zurückgegangen. Der Rückgang hängt mit Verschiebungen in der parteipolitischen Zusammensetzung zusammen, darunter das Scheitern der Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde sowie die Sitzgewinne von AfD und Linken. Viele ehemalige Abgeordnete haben die Plattform seitdem verlassen.
Besonders auffällig ist Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Allein in den letzten vier Wochen hat er über 30 Mal Inhalte von Verbänden, Unternehmen und Wirtschaftsakateuren geteilt. Sein Engagement spiegelt einen größeren Trend unter CDU/CSU- und SPD-Politikern wider, die auf der Plattform präsent und ansprechbar bleiben.
LinkedIn bleibt ein wichtiges Instrument der politischen Kommunikation. Es ermöglicht Abgeordneten, persönliche Positionen zu vermitteln und mit Wählerinnen und Wählern in Kontakt zu treten. Daten dazu, wie viele Mitglieder ihre Aktivität reduziert haben oder welche politischen Faktoren solche Veränderungen beeinflussen, liegen jedoch nicht vor.
Die Plattform ist nach wie vor ein zentraler Kanal für Bundestagsabgeordnete, um mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Besonders Unionspolitiker dominieren die LinkedIn-Aktivitäten, während die Gesamtbeteiligung leicht nachgelassen hat. Die veränderte Parteienlandschaft und der Wechsel in der Zusammensetzung des Bundestags scheinen dabei eine Rolle zu spielen.






