30 May 2026, 18:12

Bergische IHK fordert mehr Dialog über Bürokratie und Energiekrise in der Region

IHK-Präsidium warnt vor Geschäftsüberlastung durch zunehmende Bürokratie

Bergische IHK fordert mehr Dialog über Bürokratie und Energiekrise in der Region

Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat kürzlich Gespräche mit lokalen Abgeordneten geführt, um drängende wirtschaftliche Sorgen der Region zu thematisieren. Bei dem Treffen wiesen Vertreter der Wirtschaft auf steigende bürokratische Hürden, marode Verkehrsnetze und unzuverlässige Energiepolitik als zentrale Herausforderungen hin.

Die Vollversammlung der IHK hatte sich zuvor mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, mit allen gewählten Vertretern in den Dialog zu treten. Abgeordnete von SPD und Grünen sagten ihre Teilnahme jedoch aus politischen Gründen ab – eine Entscheidung, die bei den Wirtschaftsvertretern auf Enttäuschung stieß, hatten sie doch auf eine breitere Beteiligung gehofft.

Im Rahmen der Diskussion betonte IHK-Präsident Henner Pasch, dass Unternehmen zunehmend mehr Zeit und Geld aufwenden müssten, um wachsende administrative Anforderungen zu erfüllen. Zudem kritisierte er die langsamen Reaktionen der Behörden und machte übermäßige Bürokratie für die Verzögerung dringend notwendiger Lösungen verantwortlich. Ein weiteres großes Problem sei der Zustand der Verkehrsinfrastruktur, deren Sanierung für die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft viel zu langsam voranschreite.

Ein zentraler Punkt der Debatte war die Energiepolitik, da sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte auf eine stabile und bezahlbare Energieversorgung angewiesen sind. Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) stimmten den vorgebrachten Bedenken zu, wiesen jedoch darauf hin, dass viele Themen – etwa Bürokratieabbau und Energie – auf Bundes- und EU-Ebene angegangen werden müssten. Vertreter der CDU hatten ihre Teilnahme ursprünglich zugesagt, sagten dann aber kurzfristig ab.

Für die Zukunft kündigte die Bergische IHK an, im Vorfeld der Europawahl 2024 eine Podiumsdiskussion zu veranstalten und damit ihre Bemühungen um den Austausch mit politischen Entscheidungsträgern fortzusetzen.

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Das Treffen machte deutlich, wie groß die Frustration in der Wirtschaft über Bürokratie, Verkehrsprobleme und Energiefragen ist. Angesichts der Abwesenheit einiger Parteien wird die IHK ihre Dialoginitiativen nun auf kommende Veranstaltungen ausweiten – darunter die geplante Diskussion zur Europawahl im nächsten Jahr.

Quelle