AfD in NRW: Dreifacher Stimmenzuwachs – doch Stichwahlen enden mit Niederlagen
Paul MaierAfD in NRW: Dreifacher Stimmenzuwachs – doch Stichwahlen enden mit Niederlagen
Die jüngsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen haben für die AfD gemischte Reaktionen hervorgebracht. Zwar konnte die Partei ihren Stimmenanteil in den Ratswahlen verdreifachen, doch scheiterten alle vier ihrer Kandidaten in den Stichwahlen. Trotz eines spürbaren Rückgangs der Unterstützung zwischen dem ersten und zweiten Wahlgang wertet der Landesvorsitzende Martin Vincentz das Ergebnis als Erfolg.
In Städten wie Gelsenkirchen, Duisburg und Bergheim erhielt die AfD in der Stichwahl weniger Stimmen als in der ersten Runde. Landesweit kam die Partei auf 14,5 Prozent – ein Ergebnis, das unter ihrem Bundestrend bei der Februar-Wahl dieses Jahres liegt. Analysten weisen darauf hin, dass die AfD in diesen Kommunalwahlen nicht im Mittelpunkt stand, sondern oft von übergeordneten kommunalpolitischen Themen überlagert wurde.
Vincentz, der mit internen Konflikten durch rechtsextreme Flügel innerhalb der Partei konfrontiert ist, deutete das Wahlergebnis dennoch als Fortschritt. Tatsächlich stieg der Stimmenanteil der AfD in den Räten im Vergleich zu früheren Wahlen deutlich an, auch wenn ein direkter Vergleich zu den Landeswahlen 2022 schwierig bleibt.
Der Kommentator Christoph Ullrich schrieb in einem Beitrag für 5 Westblick, die Bedeutung der AfD werde von Konkurrenten und Medien mitunter überzeichnet. In seinem am 29. September 2025 veröffentlichten Artikel argumentierte er, die Partei habe in dieser Wahl eher eine Nebenrolle gespielt als eine dominierende Kraft.
Die Kommunalwahlergebnisse der AfD zeigen sowohl Zuwächse als auch Rückschläge. Zwar verdreifachte sich ihr Stimmenanteil in den Räten, doch die Niederlagen in den Stichwahlen und das landesweit geringere Ergebnis im Vergleich zu bundesweiten Umfragen unterstreichen anhaltende Herausforderungen. Die künftige Entwicklung der Partei in NRW wird maßgeblich davon abhängen, wie sie mit internen Spannungen und Wandlungen in der Wählerschaft umgeht.






