23 March 2026, 20:30

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt in Deutschland vorgestellt. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich für dringende Rechtsreformen und strengere Schutzmaßnahmen einsetzen.

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Die Frauen fordern grundlegende Änderungen im Sexualstrafrecht. Eine zentrale Forderung ist die Einführung eines "Ja-heißt-Ja"-Modells, bei dem nur eine klare, freiwillige Zustimmung als Einwilligung gilt. Zudem soll "Femizid" als eigenständiges Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch anerkannt werden – bisher werden geschlechtsspezifische Tötungen als besonders schwerer Mord geahndet.

Ein weiterer Schwerpunkt der Vorschläge liegt auf digitaler Sicherheit. Das Bündnis dringt auf ein neues Digital-Schutzgesetz, das schädliche Inhalte schneller löschen und Täter identifizieren soll. Gefordert wird auch ein Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die Menschen auf Fotos ohne deren Zustimmung entkleiden. Zudem soll die Erstellung nicht konsensualer sexualisierter Deepfake-Inhalte unter Strafe gestellt werden.

Zu den bekannten Unterzeichnerinnen zählen SPD-Chefin Bärbel Bas, die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner und die Schauspielerin Veronica Ferres. Auch TV-Moderatorin Carolin Kebekus, Musikerin Nina Chuba und Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützen den Plan.

Die Vorschläge zielen auf Gewalt gegen Frauen – sowohl im digitalen als auch im analogen Raum. Bei Umsetzung würden sie strengere Einwilligungsregeln, neue digitale Schutzmechanismen und klarere juristische Definitionen einführen. Die Regierung steht nun unter Zugzwang, auf diese Forderungen zu reagieren.

Quelle