Xavier Naidoos umstrittenes Comeback: Warum die Arena trotz Protesten voll wird
Xavier Naidoos umstrittenes Comeback: Warum die Arena trotz Protesten voll wird
**Xavier Naidoo: Darf er ein Comeback feiern?
**Nach sechs Jahren Pause gibt Xavier Naidoo am Dienstag in Köln sein Konzert-Comeback. Doch es handelt sich um kein gewöhnliches Comeback.
Xavier Naidoo kehrt an diesem Dienstag nach sechsjähriger Pause auf die Bühne in Köln zurück. Sein Comeback sorgt für Kontroversen – vor allem wegen seiner Vergangenheit mit antisemitischen und verschworenen Äußerungen. Trotz des Widerstands waren die Tickets für sein erstes fussball in der Lanxess-Arena Köln innerhalb weniger Stunden ausverkauft.
Naidoos Karriere kam 2018 ins Stocken, nachdem seine Liedtexte und öffentlichen Aussagen massive Kritik auslösten. Seine Songs wurden dafür kritisiert, antisemitische und rechtsextreme Ideen zu verbreiten. Zudem äußerte er sich unterstützend über die Reichsbürgerbewegung, verbreitete QAnon-Verschwörungstheorien und relativierte den Holocaust.
2021 arbeitete er mit dem Rechtsextremisten Hannes Ostendorf an zwei Musikstücken zusammen. Gegen Naidoo laufen derzeit zwei separate Verfahren wegen Volksverhetzung am Landgericht Mannheim. Dennoch veröffentlichte er 2022 ein YouTube-Video, in dem er sich für seine früheren Aussagen entschuldigte und beteuerte, Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Homophobie abzulehnen.
Die Werteinitiative, eine jüdische Interessenvertretung, forderte die Absage seiner Auftritte in der Lanxess-Arena Köln. Sie argumentierten, dass Naidoos Auftritte Antisemitismus normalisieren würden. Der Veranstalter Marek Lieberberg verteidigte die Konzerte jedoch mit der Begründung, Naidoo habe sich "eindeutig" von seinen früheren Ansichten distanziert.
Die Nachfrage nach Tickets war enorm: 15.000 Karten für das erste Konzert waren rasant vergriffen, sodass kurzfristig ein zweiter Auftritt für Mittwoch angesetzt wurde.
Naidoos Rückkehr erfolgt nach Jahren der Kontroversen und juristischen Auseinandersetzungen. Trotz der Proteste jüdischer Organisationen werden die beiden Kölner Konzerte stattfinden. Die ausverkauften Shows deuten darauf hin, dass seine Fangemeinde weiterhin treu hinter ihm steht – auch wenn die Debatten über seine früheren Aussagen anhalten.
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