Willich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Sparmaßnahmen
Paul MaierWillich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Sparmaßnahmen
Eltern in Willich drohen höhere Gebühren für Kinderbetreuung – Frust wächst
In Willich müssen sich Eltern auf mögliche Gebührenerhöhungen für Kita-Plätze einstellen – eine Nachricht, die auf breite Ablehnung stößt. Die Stadtverwaltung prüft derzeit Anpassungen bei Geschwisterrabatten und Beitragserhöhungen im Rahmen von Sparmaßnahmen. Zwar betonen die Verantwortlichen, dass noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst wurden, doch die Pläne haben bereits heftigen Widerstand ausgelöst.
Die Diskussion um die Kosten für Kinderbetreuung in Willich zieht sich bereits länger hin, ohne dass eine Lösung in Sicht ist. Nun steht die Stadt unter Druck, Einsparungen und neue Einnahmequellen zu finden, um die angespannte Haushaltslage zu entlasten. Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung beauftragt, die Elternbeiträge zu überprüfen und bis zum 28. April Änderungsvorschläge vorzulegen.
Zwei zentrale Änderungen stehen zur Debatte: Zum einen soll der Geschwisterrabatt gekürzt werden, was zusätzliche Einnahmen von rund 500.000 Euro bringen würde. Zum anderen ist eine Deckelung der dynamischen Gebührenanpassung auf drei Prozent geplant, was weitere 100.000 Euro in die Stadtkasse spülen soll. Bürgermeister Christian Pakusch (parteilos) stellte klar, dass es nicht um die Abschaffung, sondern um eine Anpassung der Geschwisterermäßigungen und eine kontrollierte Indexierung der Gebühren gehe.
Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Der Jugend- und Elternbeirat (JAEB) lehnt sowohl die Einführung von Geschwistergebühren als auch die geplanten Erhöhungen ab. Viele Eltern zeigen sich verärgert über den möglichen Wegfall von Rabatten und die steigenden Kosten. Gleichzeitig warnt die SPD-Fraktion davor, Familien besonders zu belasten, und schlägt stattdessen alternative Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro für den Haushalt 2026 vor.
In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird bereits flächendeckend eine 50-prozentige Geschwistergebühr in allen Betreuungssystemen erhoben. Die Willicher Verwaltung betont jedoch, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden. Bevor Änderungen in Kraft treten, müssen die gewählten Vertreter die Vorschläge beraten und abstimmen.
Die Haushaltsprüfung der Stadt läuft weiter, wobei die Elternbeiträge ein besonders umstrittenes Thema bleiben. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würden zwar zusätzliche Mittel generiert – gleichzeitig stiegen jedoch die Belastungen für die Familien. Die letzte Entscheidung liegt bei den gewählten Vertretern Willichs, die sich bisher noch nicht festlegen wollten.






