Wildschweingehege in Witten: Bürgerbeteiligung oder neue Tiere nach der Keulung?

Paul Maier
Paul Maier
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Ein Wildschwein, das über einen Parkplatz neben einem Wald läuft, mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund.Paul Maier

Wildschweingehege in Witten: Bürgerbeteiligung oder neue Tiere nach der Keulung?

Im nächsten Monat fällt die Entscheidung über die Zukunft des ehemaligen Wildschweingeheges in Witten auf dem Hohenstein

Seit Juli 2025 steht das Gelände leer, nachdem die letzten Tiere entfernt wurden. Nun liegen konkurrierende Vorschläge für die künftige Nutzung auf dem Tisch.

Das Gehege war im Sommer 2025 geräumt worden, nachdem alle acht Wildschweine keulungsbedingt getötet worden waren. Die Behörden hatten diesen Schritt unternommen, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Zudem hatte es in den Vorjahren ein Überpopulationproblem gegeben – jährlich waren mindestens zehn Tiere getötet worden.

Die CDU schlägt vor, die Bevölkerung zu befragen, wie der Platz neu genutzt werden soll. Ihre Idee findet Unterstützung bei der SPD, die den Aufruf zur Bürgerbeteiligung ebenfalls fördern will. Unterdessen plant die Verwaltung, das Areal in eine "experimentelle Forstwirtschaftszone" umzuwandeln, indem dort Bäume gepflanzt werden.

Einen anderen Ansatz verfolgt die AfD: Sie hat offiziell beantragt, das Gehege wieder mit Wildschweinen zu bestücken. Der Stadtrat wird alle Optionen prüfen und am 23. Februar 2026 eine endgültige Entscheidung treffen.

Die Abstimmung wird zeigen, ob aus dem Gelände ein bewaldetes Areal wird, neue Tiere einziehen oder eine andere Lösung gefunden wird. Offizielle Besucherzahlen aus der Betriebszeit des Geheges liegen nicht vor – wie beliebt es einst war, bleibt daher unklar.