09 June 2026, 00:19

Wie eine kleine Stadt in NRW die Verwaltung mit Digital-Lotsen revolutioniert

Erfolgmodell: Digitalisierungsbeauftragter

Wie eine kleine Stadt in NRW die Verwaltung mit Digital-Lotsen revolutioniert

Kreuzau, eine 18.000-Einwohner-Stadt in Nordrhein-Westfalen, hat unter der Leitung der Digitalisierungsbeauftragten Maike Ochs Schritte unternommen, um seine Dienstleistungen zu modernisieren. Seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2022 hat sie neue Systeme eingeführt, die den Austausch zwischen Bürgern, Mitarbeitenden und der Kommunalverwaltung vereinfachen sollen. Ihre Arbeit fällt in eine Zeit, in der noch immer die Hälfte aller deutschen Gemeinden über keine eigene Stelle für Digitalisierung verfügt.

Als Ochs ihre Tätigkeit aufnahm, existierte in Kreuzau bereits ein Dokumentenmanagementsystem – doch nicht alle Fachbereiche nutzten es konsequent. Seitdem hat sie die digitalen Akten auf Antragsverfahren für Wohngeld und Personalakten ausgeweitet.

Eines ihrer ersten Projekte war die Einführung eines onlinebasierten Meldesystems für Schäden und Störungen. Bürger können Probleme nun direkt über die Website der Stadt melden. Zudem führte sie ein digitales Buchungssystem für Sportanlagen und Veranstaltungsräume ein, das die Reservierung für die Öffentlichkeit deutlich erleichtert.

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Um diese Veränderungen zu begleiten, hat Ochs ein Team aus 16 Digital-Lotsen aufgebaut. Diese Mitarbeitenden fungieren als Schnittstelle: Sie unterstützen die Fachabteilungen bei der Umstellung auf neue Abläufe und gestalten die digitalen Services mit. Ihr Einsatz stellt sicher, dass Fachwissen dort verfügbar ist, wo es bei der schrittweisen Verlagerung von Dienstleistungen ins Netz benötigt wird.

Ochs arbeitet in einer 80-Prozent-Stelle, die bis Ende 2026 über einen externen IT-Dienstleister finanziert wird. Trotz dieses befristeten Rahmens betrachtet sie die digitale Transformation als langfristige Verpflichtung für die Stadt.

Die Bemühungen Kreuzaus spiegeln einen bundesweiten Trend wider: Während viele Kommunen noch ohne eigene Digitalisierungsbeauftragte auskommen, hat die Stadt Fortschritte bei Online-Services und interner Effizienz erzielt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie nachhaltig sich diese Veränderungen in allen Bereichen der Verwaltung verankern lassen.

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