25 March 2026, 12:18

Warum Promis ihre Freund:innen jetzt öffentlich auf den Mund küssen

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Warum Promis ihre Freund:innen jetzt öffentlich auf den Mund küssen

Öffentliche Zuneigungsbekundungen unter Freunden sind in den letzten Jahren deutlich häufiger geworden. Prominente wie Scarlett Johansson, Hannah Waddingham und Madonna haben ihre engsten Freund:innen offen auf den Mund geküsst – und damit Diskussionen über sich wandelnde gesellschaftliche Normen ausgelöst. Expert:innen beschreiben diese Gesten mittlerweile als natürliches Ritual der Verbundenheit, nicht als romantisch oder anstößig.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Trend 2021, als Scarlett Johansson und Jonathan Bailey sich auf dem roten Teppich bei der Premiere von Jurassic World: Ein neues Zeitalter küssten. Bailey verteidigte die Szene später mit den Worten, er glaube daran, Liebe in all ihren Formen auszudrücken. Johannssons Ehemann, Colin Jost, wiegelte Spekulationen ab und scherzte, die Leute würden überreagieren, wenn jemand eine Freundin zur Begrüßung küsse. Als offen schwuler Mann stelle Bailey für ihn ohnehin keine romantische Konkurrenz dar, fügte er hinzu.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Judi James erklärt, dass solche "Freundinnen-Küsschen" oder "Guppy-Küsse" – ein Begriff für den harmlosen Lippenkontakt, wie man ihn oft bei Kindern beobachtet – ein urtümliches Bindungsritual darstellen. Ähnliches Verhalten findet sich auch im Tierreich, etwa bei Primaten, wo körperliche Nähe soziale Bindungen stärkt. Mittlerweile hat sich der Brauch in westlichen Medien verbreitet: Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna zeigen sich ebenfalls mit Küssen für ihre besten Freund:innen in der Öffentlichkeit.

Auch die Moderatorin Cat Deeley schloss sich dem Trend an, als sie ihrer besten Freundin, der Designerin Charlie Brear, zum Geburtstag spielerisch einen Kuss auf die Lippen gab. Die Entwicklung spiegelt eine breitere kulturelle Akzeptanz wider – Wangenküsschen und andere platonische Gesten stoßen heute auf weit weniger Vorbehalte als noch vor einigen Jahren.

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Was einst als ungewöhnlich galt, wird inzwischen als schlichte Freundschaftsbekundung wahrgenommen. Prominente setzen diese Gesten ohne nennenswerte Kritik fort und signalisieren damit einen nachhaltigen Wandel im Umgang mit körperlicher Zuneigung. Das Ritual des platonischen Küssens scheint gekommen, um zu bleiben – verwurzelt in menschlichem Instinkt und sich verändernden gesellschaftlichen Einstellungen.

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