Warum Berlins Linkssteher auf Rolltreppen für so viel Ärger sorgen
Berlins Rolltreppen folgen einer unausgesprochenen Regel: Stehen bleibt rechts, Laufen links. Doch manche Pendler ignorieren das – und sorgen damit bei denjenigen, die es eilig haben, für Frust. In seiner Kolumne Treffer der Woche bei Schlager Radio untersucht David Grunwald, warum diese kleine Geste im hektischen Alltag der Stadt solche Verärgerung auslöst.
Grunwald bezeichnet diejenigen, die auf der linken Seite der Rolltreppe verharren, als Linkssteher – Menschen, die unbewusst die schnelle Spur blockieren. Ihre Unbeweglichkeit zwingt es eilige Fahrgäste, um sie herumzuschlängeln, und bremst so den gesamten Fluss aus. Für den Autor zeigt diese kleine Störung ein größeres Spannungsfeld in Berlin auf: den Konflikt zwischen Tempo und Gleichgültigkeit.
Statt sich anzupassen, schlägt Grunwald vor, die Linkssteher sollten einfach die Treppe nehmen. Sein Argument ist simpel: Wer nicht weitergehen will, sollte auch nicht den Platz blockieren, der für diejenigen gedacht ist, die es eilig haben.
Die Kolumne wirft ein Licht auf eine kleine, aber hartnäckige Plage im Berliner Nahverkehr. Wer links steht, unterbricht den Rhythmus und verursacht unnötige Verzögerungen. Grunwalds Beitrag macht aus einem alltäglichen Ärgernis eine Reflexion über die gegensätzlichen Tempi der Stadt.






