09 June 2026, 02:12

Verfallende Schwimmbäder in NRW: Warum immer mehr Kinder nicht schwimmen können

Schwimmbad oder Schwimmbehälter? - JUNGE FREIE WÄHLER fordern Investitionen in lokale Infrastruktur

Verfallende Schwimmbäder in NRW: Warum immer mehr Kinder nicht schwimmen können

Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen verfallen – mit fatalen Folgen

In ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) verfallen Schwimmbäder zusehends, was zu Schließungen und wachsenden Sicherheitsbedenken führt. Gleichzeitig stieg die Zahl der Ertrinkungstoten in Deutschland im vergangenen Jahr auf 378 – darunter Kinder und junge Erwachsene. Kritiker fordern nun dringendes Handeln von Bund und Ländern, um die Krise zu bewältigen.

2023 ertranken in Deutschland 378 Menschen, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Mangelnde Schwimmfähigkeiten sind eine der Hauptursachen für diese Tragödien. In NRW kann etwa jedes fünfte Grundschulkind überhaupt nicht schwimmen.

Viele Bäder im Land sind in einem so desolaten Zustand, dass sie dauerhaft geschlossen werden müssen. Die Situation hat Forderungen nach besserer Instandhaltung und Investitionen laut werden lassen. Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) NRW kritisieren, dass Bund und Landesregierung die kommunale Infrastruktur seit Jahren sträflich vernachlässigen.

Als Notlösung hat NRW fünf Mini-Schwimmbecken in Containerbauweise für insgesamt drei Millionen Euro angeschafft, um Kindern das Schwimmen beizubringen. Doch die JFW NRW halten dies für keine nachhaltige Lösung. Die Partei argumentiert, die Bundesregierung solle sich stattdessen auf inländische Aufgaben konzentrieren – statt wie 2020 20 Millionen Euro in peruanische Fahrradwege zu investieren. Gleichzeitig fordern sie die Landesregierung auf, bestehende Schwimmstätten zu sanieren und zu modernisieren, anstatt auf kurzfristige Maßnahmen zu setzen.

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Ohne ausreichende Finanzierung droht die Schließung weiterer Bäder in NRW. Der Mangel an Schwimmkursen und die maroden Anlagen gefährden weiterhin Menschenleben. Die Behörden geraten zunehmend unter Druck, mehr Mittel bereitzustellen, bevor sich die Lage weiter verschärft.

Quelle