Verallia schließt Glaswerk in Essen – 310 Arbeitsplätze bedroht

Paul Maier
Paul Maier
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Ein Schwarz-Weiß-Foto einer belebten Stadtstraße im Jahr 1833, das Gebäude, Menschen, Karren, Pfähle, Flaggen, Bäume und Himmel zeigt, mit der Beschriftung "fabriken aus land c 1833 ölg" unten.Paul Maier

Verallia schließt Glaswerk in Essen – 310 Arbeitsplätze bedroht

Verallia Deutschland AG kündigt Schließung des Glaswerks in Essen an

Die Verallia Deutschland AG hat Pläne bekannt gegeben, ihr Glaswerk in Essen zu schließen. Von der Schließung sind 310 Mitarbeiter betroffen, was bei lokalen Politikern auf scharfe Kritik stößt. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "herben Rückschlag für den Industriestandort Essen".

Verallia, einer der führenden Hersteller von Glasverpackungen, verzeichnet seit Jahren stabile Umsätze zwischen 500 und 600 Millionen Euro. Trotz eines leichten Rückgangs der Belegschaft – von etwa 2.100 Beschäftigten im Jahr 2021 auf derzeit rund 1.950 – bleibt das Unternehmen ein wichtiger Akteur der Branche. Aktuell betreibt Verallia Produktionsstandorte in Schladen (Firmensitz), Dexheim, Meinheim und Roding.

Die Schließung des Essener Werks erfolgte nach sorgfältiger Prüfung durch das Unternehmen. Als Reaktion darauf wird die Stadt Essen mit Verallia und der EWG (Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft) zusammenarbeiten, um die betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen. Gespräche mit Betriebsrat und Geschäftsführung sollen Lösungen erarbeiten, wie die Belegschaft den Übergang bewältigen kann.

Oberbürgermeister Kufen bedauerte die Entscheidung zutiefst. Er betonte, es gelte nun, neue Perspektiven für das Gelände zu entwickeln und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Beschäftigten die nötige Hilfe erhalten.

Mit der Schließung verliert Essen einen bedeutenden Arbeitgeber. Die Bemühungen der Stadt konzentrieren sich nun darauf, alternative Arbeitsplätze zu schaffen und das Gelände neu zu nutzen. Vertreter der Kommune und des Unternehmens werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um die Folgen für die Betroffenen abzufedern.