USAID-Kürzungen gefährden globale Gesundheitsprojekte in Afrika
Weltweite Gesundheitsprojekte vor schwerwiegenden Einschränkungen: USAID kürzt Entwicklungsgelder
Durch die Kürzungen der US-Entwicklungshilfebehörde USAID geraten globale Gesundheitsinitiativen in schwere Turbulenzen. Die Streichungen treffen bereits jetzt lebenswichtige Programme in Ländern wie Somalia und Tansania. Um die entstandenen Lücken zu schließen, stockt die Organisation action medeor nun ihre Medikamentenlieferungen auf.
Der Stopp der USAID-Mittel gefährdet essenzielle Gesundheitsprojekte in Afrika und darüber hinaus. In Somalia könnten ausgesetzte Programme die Kindersterblichkeit durch Mangelernährung verschärfen und die Zahl vermeidbarer Todesfälle in die Höhe treiben. Gleichzeitig stehen in Tansania und den Nachbarländern die Behandlungen von HIV, Tuberkulose und Malaria vor dem Aus – die finanziellen Mittel fehlen.
Unterbrechungen in den Medikamenten-Lieferketten bergen zudem die Gefahr, dass gefälschte Arzneimittel und Antibiotikaresistenzen zunehmen. Hier setzt action medeor an – die als „Weltapotheke für Notfälle“ bekannte Hilfsorganisation erweitert ihre Unterstützung. Mit Lagern in Deutschland, Tansania und Malawi sorgt sie für die schnelle Verteilung lebensnotwendiger Medikamente.
Obwohl action medeor selbst nicht von den Kürzungen betroffen ist, hilft die Organisation Partnern bei der Beschaffung von Arzneimitteln. Sprecher des Vorstands, Sid Peruvemba, kündigte an, den Zugang zu medizinischer Versorgung in Krisenregionen auszubauen. Die Hilfsorganisation ruft nun zu Spenden auf, um ihre weltweiten Einsätze aufrechterhalten zu können.
Die USAID-Kürzungen haben viele Gesundheitsprogramme ohne Mittel zurückgelassen – Hilfsorganisationen wie action medeor müssen gegensteuern. Dazu gehören der Ausbau von Medikamentenlieferungen und die Suche nach zusätzlichen Spenden. Ohne Gegenmaßnahmen drohen den betroffenen Bevölkerungsgruppen schwere und langfristige Folgen.






