THEAS-Theater in München steht vor einem radikalen Führungswechsel
Sebastian SchulteTHEAS-Theater in München steht vor einem radikalen Führungswechsel
Das THEAS-Theater in der Jakobstraße steht vor einem Führungswechsel. Claudia Timpner, die aktuelle künstlerische Leiterin, wird ihr Amt am 1. August 2023 verlassen. Ihre Nachfolgerin wird Kornelia Eng-Huniar, eine langjährige Ensemblemitglied, die mit einer inklusiven Neuinszenierung von Bitte (Nicht) Einsteigen debütieren wird.
Seit 2022 leitet Claudia Timpner das THEAS und hat das Programm auf etwa 60 bis 70 Aufführungen pro Jahr ausgebaut. Zudem bietet das Theater jährlich rund 20 Kurse an, die etwa 3.500 Zuschauer:innen und 300 Teilnehmer:innen aus seiner Theaterschule anziehen. Trotz dieser Erfolge sieht sich das THEAS finanziellen Herausforderungen gegenüber: Fast ein Drittel seines Budgets stammt aus Sponsoring und Fördergeldern.
Kornelia Eng-Huniar, die 2011 zum THEAS stieß, unterstützte Timpner bisher in administrativen Funktionen. Die ausgebildete Opernsängerin, die an europäischen Opernhäusern auftrat, widmet sich mittlerweile vermehrt dem Theater. Ihre erste Inszenierung als Direktorin wird eine für sehbehinderte Menschen zugängliche Fassung von Bitte (Nicht) Einsteigen sein.
Das THEAS bleibt seinem Engagement für den Ausbau der Jugendprogramme und die Förderung von Inklusion treu. Der Wechsel markiert einen neuen Abschnitt, der auf der bisherigen Arbeit des Theaters in den Bereichen Gemeinschaftsarbeit und Barrierefreiheit aufbaut. Eng-Huniars Berufung bringt frischen Wind in die Leitung des THEAS – mit Fokus auf Zugänglichkeit und Nachwuchsförderung. Trotz künstlerischer Ambitionen bleibt das Theater auf externe Finanzquellen angewiesen, um seinen Spielbetrieb zu sichern. Ihre Debütinszenierung wird die künstlerische Ausrichtung der Kompanie für die Zukunft prägen.






