27 April 2026, 16:22

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich um die Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung zu kommentieren.

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Bild vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Am 24. April 2023 reichte ihr Unternehmen drei Markenanmeldungen ein, die ihr Erscheinungsbild und charakteristische Sprachphrasen abdecken. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme KI-generierter Fälschungen, in denen die Sängerin ohne ihre Zustimmung abgebildet wird.

Die Anmeldungen wurden von TAS Rights Management, der für Swift zuständigen Abteilung für geistiges Eigentum, eingereicht und erstmals vom Anwalt Josh Gerben entdeckt. Zwei der Anträge betreffen Klangmarken für ihre Stimme, konkret die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Ein dritter Antrag schützt ein bestimmtes Foto der Künstlerin.

Swifts Entscheidung fällt nach mehreren Vorfällen, in denen ihr Abbild in KI-generierten Inhalten aufgetaucht ist – darunter Deepfake-Pornografie und unautorisierte Verwendungen durch Meta-KI-Chatbots. Zwar bieten Markenrechte in der Regel keinen umfassenden Schutz für die allgemeine Stimme oder Persönlichkeit einer Person, doch könnten diese spezifischen Eintragungen es ihr ermöglichen, gegen KI-Plattformen vorzugehen – ähnlich wie bei der Durchsetzung von Urheberrechten.

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Die Strategie ähnelt Maßnahmen, die auch andere Prominente ergriffen haben. So sicherten Anwälte des Schauspielers Matthew McConaughey im Jahr 2025 vergleichbare Markenrechte für seine Stimme und sein Bild. Allerdings ist noch nicht gerichtlich geklärt, wie wirksam dieser "Markenrechtsschutz für die eigene Person" gegen KI tatsächlich ist.

Die Anmeldungen unterstreichen die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche hinsichtlich des Missbrauchs von KI. Sollten Swifts Markenrechte erfolgreich durchgesetzt werden, könnten sie einen Präzedenzfall für Künstler schaffen, die die Kontrolle über ihre digitalen Abbildungen anstreben. Das Ergebnis könnte künftig beeinflussen, wie Gerichte Streitigkeiten zwischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und KI-generierten Inhalten behandeln.

Quelle