09 June 2026, 04:14

Streit um Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs spaltet lokale Gruppen

Doppel Kreisel in Ohligs: Politik verweigert OWG-Rede im Kreistag

Streit um Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs spaltet lokale Gruppen

Pläne zur Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs sorgen für Streit

Die geplante Neugestaltung des doppelten Kreisels in Ohligs hat unter lokalen Gruppen für Kontroversen gesorgt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat scharfe Kritik geübt und wirft der Verwaltung vor, zentrale Bedenken im Entscheidungsprozess ignoriert zu haben. Die Spannungen verschärften sich weiter, nachdem der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) untersagt wurde, sich im Bezirksrat zu dem Thema zu äußern.

Die BfS kritisiert die geplanten Änderungen scharf und bemängelt, dass bei der Umgestaltung keine „mobile Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen in Betracht gezogen wurde. Diese Option hätte nach Ansicht der Initiative eine nachhaltigere Lösung für das Gebiet bieten können.

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Während der Sitzung des Bezirksrats wurde der OWG trotz eines offiziellen Antrags der BfS die Möglichkeit verwehrt, das Wort zu ergreifen. Diese Ablehnung bricht mit der üblichen Praxis in Solingens Bezirksräten, wo Bürgerbeteiligung in der Regel willkommen ist. Michael Bender, Bezirksvertreter der BfS, verurteilte die Entscheidung und betonte, die Sitzung hätte unterbrochen werden müssen, um die Position der OWG anzuhören.

Der Ausschluss der OWG hat Befürchtungen genährt, dass sich die Kluft zwischen lokalen Parteien und Bürgerinitiativen weiter vertieft. Zudem gefährdet die Umgestaltung eine der Hauptattraktionen des Ohligser Dorffests, einer langjährigen Tradition in der Region.

Trotz des Widerstands unterstützen andere Fraktionen im Bezirksrat die Pläne und treiben die Umsetzungen voran. Die Neugestaltung des Kreisverkehrs wird nun ohne die Einbindung der OWG vorangetrieben. Die Entscheidung wirft Fragen auf, wie künftig Bürgerstimmen in der lokalen Planung berücksichtigt werden. Der Verlust einer zentralen Festattraktion und die verpasste Chance für ein nachhaltigeres Design bleiben ungeklärte Probleme.

Quelle