Sternsinger segnen Münsteraner Rathaus und kämpfen gegen Kinderarbeit weltweit

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Eine Bühne mit einem geschmückten Weihnachtsbaum, zwei Schneemannpuppen, einem Fernseher auf einem Tisch, einem roten Teppich, zwei Türen, Fotorahmen an der Wand und der Text "OPPO" oben.Admin User

Sternsinger segnen Münsteraner Rathaus und kämpfen gegen Kinderarbeit weltweit

Sternsinger in Gewändern der Heiligen Drei Könige besuchen Münsteraner Rathaus mit Neujahrssegen

Die Sternsinger, als Heilige Drei Könige verkleidet, statteten dem Münsteraner Rathaus in dieser Woche einen Besuch ab, um den traditionellen Neujahrssegen zu überbringen. Ihre diesjährige Aktion unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lenkte die Aufmerksamkeit auf das Schicksal von 138 Millionen Kindern, die weltweit noch immer in ausbeuterischer Kinderarbeit gefangen sind.

Bürgermeister Claudio Provenzano begrüßte die Gruppe und bedankte sich mit heißer Schokolade und Keksen für ihr Engagement.

Die Kinder schrieben den Segen „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus) über dem Haupteingang des Rathauses an. Zudem sammelten sie Spenden – Provenzano und die Stadträtin Sabine Eilers überreichten einen Beitrag von über 350 Euro.

In den vergangenen Tagen hatten die Sternsinger bereits Kitas und Seniorenheime in ganz Münster besucht. Die Tradition des Dreikönigssingens, die auf eine jahrzehntelange Geschichte zurückblickt, wurde 2015 von der Deutschen UNESCO-Kommission in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die seit 1959 laufende Kampagne – von Kindern für Kinder – hat bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Das Münsteraner Engagement der Sternsinger wurde bereits 2004 mit dem Westfälischen Friedenspreis gewürdigt. Ihre jährlichen Aktionen unterstützen weiterhin Bildungs- und Sozialprojekte für benachteiligte Kinder weltweit.

Die Veranstaltung unterstrich sowohl die kulturelle Bedeutung der Sternsingertradition als auch den anhaltenden Kampf gegen Kinderarbeit. Angesichts der Millionen betroffenen Kinder bleiben Spenden und Aufklärungsarbeit der Kampagne unverzichtbar. Das diesjährige Motto betonte erneut die Forderung nach Bildung statt Ausbeutung für Kinder in aller Welt.