16 April 2026, 18:18

Stefan Raabs RTL-Comeback floppt: Millionen-Deal, schwache Quoten und wachsende Kritik

Großer Raum mit mehreren wandmontierten Fernsehern, die ein Sportwetten-System anzeigen, Glasfenster, Deckenbeleuchtung und andere Gegenstände.

Stefan Raabs RTL-Comeback floppt: Millionen-Deal, schwache Quoten und wachsende Kritik

Stefan Raabs Rückkehr zu RTL sollte ein großer Erfolg für den Streaming-Dienst des Senders werden. Doch das lang ersehnte Comeback stößt auf Kritik und enttäuschende Quoten. Hinter den Kulissen wächst die Spannung wegen der Kosten und der mäßigen Resonanz.

RTL hatte große Erwartungen an Raabs Rückkehr und schloss einen Deal ab, der seiner Produktionsfirma Aufträge im Wert von mindestens 90 Millionen Euro garantierte. Die Strategie war klar: Seine Strahlkraft sollte neue Abonnenten für RTL+, die hauseigene Streaming-Plattform, gewinnen. Inga Leschek, Programmchefin von RTL Deutschland, hatte vorhergesagt, dass seine Shows die Nutzerzahlen steigern und den Dienst stärken würden.

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Sein erstes Projekt, "Hier gewinnst du keine Million", lockte zunächst neue Zuschauer an. Doch die Quoten fielen schnell – besonders bei jüngeren Zielgruppen. RTL nahm die Show schließlich von RTL+ und verlegte sie ins klassische Fernsehen, bevor sie komplett abgesetzt wurde. Der zweite Versuch, "Die Stefan Raab Show", schnitt noch schlechter ab: Die Zuschauerzahlen lagen sogar unter denen des bereits schwachen Vorgängers.

Trotz der Rückschläge hält RTL öffentlich an Raab fest und bezeichnet seine Arbeit als Erfolg – vor allem wegen der crossmedialen Reichweite. Intern jedoch wächst die Unzufriedenheit. Ein Mitarbeiter gab zu, dass die Stimmung bei RTL angespannt sei: Während die Belegschaft unter Sparzwang stehe, bleibe Raabs Produktionsbudget beträchtlich. Berichte des YouTubers Klengan deuten darauf hin, dass schwache Werbeeinnahmen aus seinen Shows möglicherweise zu Entlassungen oder auslaufenden Verträgen beigetragen haben.

Bisher hat Raabs Comeback nicht den erhofften Zuwachs an RTL+-Abonnenten gebracht. Mit zwei schwachen Formaten und wachsender interner Unruhe steht der Sender nun vor Fragen zu seiner Strategie. Die garantierten 90 Millionen Euro erhöhen den Druck zusätzlich, während das Unternehmen über die nächsten Schritte nachdenkt.

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