Solingens Oberbürgermeister gerät wegen Kita-Gebühren in die Kritik
Sebastian SchulteSolingens Oberbürgermeister gerät wegen Kita-Gebühren in die Kritik
Solingens Oberbürgermeister steht wegen Plänen zur Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren in der Kritik. Lokale Wirtschaftsführer argumentieren, dass dieser Schritt Familien belasten und sie aus der Stadt vertreiben werde. Sie bezeichnen die Maßnahme als ungerecht und schlecht gewählt – besonders für berufstätige Eltern.
Die Verwaltung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach will die Kosten für Kita-Plätze in Solingen anheben. Der Vorschlag hat scharfe Kritik vom Mittelstandsverband ausgelöst, der kleine und mittlere Unternehmen vertritt.
Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Solinger Verbandszweigs, warnt, dass höhere Gebühren Familien zur Abwanderung bewegen könnten. Sie verweist darauf, dass benachbarte Kommunen kaum oder gar keine Betreuungsgebühren erheben. Ihrer Meinung nach könnten junge Familien die Stadt verlassen, statt mehr zu zahlen.
Marc Westkämper, stellvertretender Vorsitzender der Gruppe, nennt die Gebührenerhöhungen eine „rückschrittliche, frauenfeindliche Politik“. Er argumentiert, dass steigende Kosten Mütter davon abhalten könnten, nach der Geburt wieder in den Beruf einzusteigen. Beide Vertreter werfen Kurzbach vor, „ständig die Mittelschicht zu belasten“.
Statt die Gebühren zu erhöhen, schlagen sie vor, der Oberbürgermeister solle sein eigenes Verwaltungspersonal reduzieren. Die Kritik unterstreicht die wachsenden Spannungen um die finanziellen Prioritäten der Stadt.
Die geplanten Erhöhungen setzen Kurzbach unter Druck. Wirtschaftsführer behaupten, die Änderungen würden berufstätige Eltern und die demografische Entwicklung der Stadt schädigen. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die Stadt stattdessen interne Kosten senken sollte, anstatt Familien stärker zu belasten.






