12 June 2026, 14:14

Solingen unterstützt ukrainische Geflüchtete – doch die Integration bleibt eine Herausforderung

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Solingen unterstützt ukrainische Geflüchtete – doch die Integration bleibt eine Herausforderung

Solingen hat seit Beginn des Krieges über 1.750 ukrainische Geflüchtete aufgenommen. Aktuell leben noch knapp 1.400 von ihnen in der Stadt, viele erhalten finanzielle Unterstützung. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass ein beträchtlicher Teil langfristig in Deutschland bleiben oder zumindest bis zum Kriegsende hierbleiben möchte.

Eine niederländische Delegation mit Vertretern aus dem Ministerium besuchte kürzlich das Jobcenter in Solingen, um über die Eingliederung ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt zu sprechen. Begleitet wurden sie von Beamten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Jan Welzel, Leiter des Sozial- und Rechtsamts der Stadt Solingen, schilderte die aktuelle Lage – auf Niederländisch.

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Die Gruppe tauschte sich über gemeinsame Herausforderungen und Lösungsansätze aus. Themen waren unter anderem Sprachkurse, der Zugang zu medizinischer Versorgung, Kinderbetreuung, die Integration in Schulen sowie die Arbeitsvermittlung. Derzeit besuchen 394 Geflüchtete in Solingen Deutschkurse. Die niederländische Delegation stellte erfolgreiche Kooperationen im Gesundheitsbereich vor, bei denen niederländische Psychologinnen und Psychologen gemeinsam mit ukrainischen Kolleginnen und Kollegen Geflüchtete unterstützen.

Die Finanzierung bleibt eine der größten Sorgen. Städte wie Solingen tragen den Großteil der Kosten für Unterkunft und Integration. Ein weiteres anhaltendes Problem ist die Anerkennung im Ausland erworbener akademischer und beruflicher Abschlüsse, insbesondere aus dem ukrainischen Bildungssystem.

Ziel des Besuchs war es, die Zusammenarbeit bei der Integration von Geflüchteten zu vertiefen. Fast 1.240 ukrainische Schutzsuchende in Solingen beziehen derzeit Bürgergeld, während 37 Prozent der Befragten angeben, dauerhaft oder für mehrere Jahre in Deutschland bleiben zu wollen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen konkrete Maßnahmen, um ihre langfristige Ansiedlung zu fördern.

Quelle