02 April 2026, 18:16

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit Planfeststellung

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit Planfeststellung

Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln rückt näher: Planfeststellung erteilt

Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat eine wichtige Hürde genommen: Die Planfeststellung liegt vor. Das 836-Millionen-Euro-Projekt wird von Nordrhein-Westfalen (NRW) und dem Bund finanziert, sodass die Bauarbeiten nun konkret vorangetrieben werden können. Erste Gleissperrungen sind für Anfang 2026 vorgesehen, doch Verzögerungen könnten den Fertigstellungstermin nach hinten verschieben.

Mit der Planfeststellung kann die DB InfraGO nun Ausschreibungen für Bauleistungen starten und die notwendigen Sperrpausen koordinieren. Die ersten größeren Einschränkungen sind kurz nach Ostern 2026 zu erwarten, wenn die Arbeiten an einem digitalen Stellwerk in Köln-Mülheim beginnen. Trotz des Fortschritts gerät jedoch das ursprüngliche Ziel, das zweite Gleis bis Anfang 2032 fertigzustellen, durch Konflikte mit anderen Baumaßnahmen ins Wanken.

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Der Ausbau umfasst den zweigleisigen Ausbau der Strecke, den Neubau des Haltepunkts Köln-Kalk West sowie barrierefreie Umbauten an allen Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach. Zudem entstehen zwei neue Mittelbahnsteige – je einer am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz –, um die Kapazitäten zu erhöhen und Wartezeiten zu verkürzen.

Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda zeigte sich optimistisch und deutete an, dass die Bauarbeiten bereits Ende 2030 beginnen könnten. NRW steuert 305 Millionen Euro bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro.

Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) erwartet, dass die noch ausstehenden Genehmigungen im Laufe dieses Sommers erteilt werden. Das Projekt soll die Zuverlässigkeit und Taktung der S11 deutlich verbessern – auch wenn terminliche Herausforderungen den Zeitplan noch beeinflussen könnten. Fahrgäste dürfen sich nach dem Ausbau auf schnellere und häufigere Verbindungen freuen.

Quelle